Vogelbeeren – für mehr Power

Anfang August begegnen wir dem Ebereschenbaum (Sorbus aucuparia), mit seinen orange-roten Vogelbeeren überall. Leider ist heute noch die Irrmeinung verbreitet, dass diese bitter-sauren, nicht unbedingt wohlschmeckenden Beeren giftig seien. Aus diesem Grund werden sie von uns selten gesammelt, darüber freuen sich natürlich die Vögel, die in kürzester Zeit ein ganzer Baum leergepflückt haben.

Bei der Vogelbeere handelt sich um eine richtige Powerbeere, die uns die ganze Nacht wachhalten kann, wenn wir zuviel davon einnehmen.

Die Eberesche hatte früher den Ruf als Gegenmittel gegen Hexerei. Die Beeren, die einen kleinen fünfzackigen Stern aufweisen, der als Pentagramm betrachtet wurde, und die rote Farbe sind alte Schutzsymbole.

Wirkstoffe: Vogelbeeren enthalten sehr viele Vitamine, besonders Vitamin C, A, B E, und D, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Carotin, Sorbit und Mineralien.

Früher hatte man Vogelbeeren zur Behandlung von Skorbut eingesetzt. Die in den Vogelbeeren enthalten Parasorbinsäure wirkt abführen, also roh vorsichtig geniessen.

Verwendung auf körperlicher Ebene:  Die in den Beeren wirken adstringierend, das hilft bei Durchfall und Blutungen. Die Gerbstoffe haben zudem einen harntreibenden Effekt. Der grosse Anteil an Vitamin C und weitere Vitamine stärkn das Immunsystem und mindert Entzündungen.

Ein Mus aus Vogelbeeren wirkt positiv bei Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden, Gallenstau, Hämorrhoiden, Problemen der Blase und des Harntraktes wie Harnsteine, Blaseninfektionen, Lymphstau, Atembeschwerden, sowie auf hoher Augeninnendruck.

Eine Entgiftungskur mit getrockneten Beeren müsste man mindestens über 30 Tagen machen.  Ich selber nehme im Herbst täglich 5 bis 7 Beeren am Morgen zu mir.

In der chinesischen Medizin: Der Geschmack der Vogelbeeren ist bitter, sauer, adstingierend. Die Thermik ist kühlend. Baut Essenz, Blut, Yin und Qi auf.

Wirkt hauptsächlich auf die Funktionskreise Magen, Leber, Galle, Nieren und Blase.

In der chinesischen verwendet man sie in Tees zum Aufbau von Blut und zum Ausleiten des pathogenen Faktors Wind und Wind-Hitze.

In der Ernährung: Zu verwenden sind diese Beeren als Mus, Konfiture, Gelee, Sirup, Likör und in Gebäck. Sie lassen sich auch gut einfrieren oder trocknen.

Ich liebe ein Mus aus Voglenbeeren, sowie Sirup. Wenig bekannt sind Vogelbeeren als Zutat zu Wildgerichten und Geflügel.

Von grossen Mengen roh verzehrten Vogelbeeren muss man abraten, sie enthalten Parasorbinsäure, die könnte Durchfall verursachen. Durch jede Art von Garen wird diese Säure abgebaut.

Zubereitung von Vogelbeermus: 500gr. Vogelbeeren, 500gr. Äpfel, 250gr. Honig, 300ml Wasser, 1 Tl. Zimt, 3 Gewürznelken.

Die Beeren zerquetschen und ca 30 Minuten mit dem Wasser köcheln lassen, die Gewürze zugeben und alles pürieren. Erst dann den Honig einrühren und sofort alles in saubere Gläser abfüllen und gut verschliessen.

Auf dem geistig – seelischen Bereich: Ebereschen-Baumessenz stärkt die Intuition und die Sinne und schützt vor Fremdeinmischung.

Mit ihr öffnen sich Wege aus festgefahrenen, schwierigen Situationen.

Sie lehrt uns, Sinnlichkeit und Kreativität in Visionen umzusetzen.

Sie führt uns aus der Zweifelfalle und fördert die Flexibilität und Lebensfreude.

Sie öffnet unser Herz, um den Mitmenschen liebevoll zu begegnen.

Der Vogelbeerbaum wird auch «Baum des Donnergottes Thor» genannt. Von daher auch dem Donnerstag zugeordnet. In der Literatur wird erzählt, dass eine Eberesche dem Gott das Leben rettete: Thor soll in einen reissenden Fluss gestürzt sein und wäre fast ertrunken, da ergriff er einen Zweig des Baumes und konnte sich so retten. Im deutschen Volksglauben sollte eine Eberesche den Blitz davon abhalten, in das Haus einzuschlagen. Kränze aus Vogelbeeren wurden dazu vor die Fenster oder unter den Dachstuhl gehängt. Auch bei den Kelten war ein spiritueller Baum, der an Gerichtsplätzen wuchs. Sie war eine Druidenpflanze und diese schnitzten ihre Stäbe aus ihrem Holz.

Für mich hat die Vogelbeere eine besondere Faszination, sie bring Leichtigkei und Freude in mein Herz.

Vielleicht machst du auch ganz spezielle Erfahrungen. Wäre schön, wenn due sie teilst.

Mit bäumigen Grüssen

Katharina

geschrieben am 29. Juli 2022

Kommentar hinterlassen