Wollen – oder – brauchen?

Weisst du eigentlich was du willst?

Diesen Satz hast du bestimmt schon oft gehört. Von den meisten Beratern und Coaches ist diese Frage zentral. Mich macht es neugierig, wenn etwas so zu einer Phrase geworden ist, die fast jeder benützt, wenn es um Zielsetzungen geht.

Ja, wir wollen doch immer genau das was wir nicht oder noch nicht haben!

Solange wir aber nicht wissen was wir brauchen, ist ein ständiges Verlangen nach Unerreichtem präsent. Wir rennen Dingen nach, die wertlos erscheinen, sobald wir sie haben. Wenn wir jedoch ganz klar definiert haben, was wir eigentlich brauchen, könnte unser Leben soviel stressfreier und leichter werden.

Die Werbung macht sich unsere Wünsche zu Nutze, um immer mehr zu wollen, so dass wir manchmal vergessen, was wir wirklich brauchen. Gerade nach einer langen Phase der Covid-Beschränkungen, die uns vorgegaukelt hat, dass wir auf vieles verzichten müssen, was so wichtig und unverzichtbar scheint. So werden Bedürfnisse geschürt, die uns vergessen lassen, was wir brauchen, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.  Der Fokus wird dadurch immer stärker auf Mangel ausgerichtet.

Die erste und wichtigste Frage sollte sein:

«Was brauche ich wirklich».

Solange ich diese Frage nicht klar beantwortet habe, können auch die schönsten und hoch gesteckten Ziele nicht glücklich machen. Selbst die traumhafte Villa, wie schon der gefüllte Kleiderschrank, kann nicht das ersetzen, was wir wirklich brauchen.

Ich weiss, dass jeder seine eigenen Bedürfnisse hat, um in Zufriedenheit und Erfüllung zu leben. Ich behaupte, dass gerade das hochgepuschte Konsumverhalten, welches uns in die Recourcenverschwendung geführt hat, ganz einfach korrigiert werden könnte.

In den kommenden Wochen werden viele wieder ihre Jahresziele zu definieren versuchen. Da steht sicher als eine der ersten Fragen:

«was will ich bis…..»

Mein Rat ist es nun, diese Frage abzuändern in:

«was brauche ich wirklich……»

Ich behaupte, dass nur schon die richtige Frage vieles einfacher machen könnte.

Auch in diesem Bereich ist es wieder einmal die Natur unser bestes Vorbild. Kein Baum und keine andere Pflanze verlangt mehr als sie verbrauchen kann, um zu blühen und Früchte zu tragen und somit erfolgreich zu sein.

Ein Nussbaum konzentriert sich darauf Nüsse zu produzieren und sich nicht mit dem Apfelbaum zu messen. Er macht das, was seine Aufgabe ist. Oft versuchen wir Menschen sogar aus den Pflanzen, immernoch mehr herauszupressen. Mit Überdüngung und allen möglichen Eingriffen, alles zu maximieren, wird mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Wohin das führt, wird für viele zum Glück immer klarer.

Die Natur macht es uns auch vor, mit Krisen und Rückschlägen umzugehen und sogar Krankheiten zu überwinden. Sie tun das was wirklich wichtig ist.

Also lernen wir doch von der Natur, wenn wir unser Gleichgewicht, Glück und Harmonie finden wollen.

Konzentrieren wir uns auf das, was wir wirklich brauchen!

Nehmen wir uns zum Beispiel den Nussbaum  als Vorbild:

Was braucht er denn, um jährlich zu blühen und uns mit Früchten zu beschenken?

Was will er uns lernen?

Was passiert mit Überfluss?

Diese und ähnliche Fragen stelle ich mir im Hinblick auf meine Zukunftsziele. Ich bin so dankbar von meinen geliebten Bäumen zu lernen, was Leben und Erfolg ist.

In diesem Sinn werde ich versuchen, mein Jahresziel für 2022 zu definieren.

Zur ständigen Unterstützung werde ich meine Baumkarten benützen.

Mehr über meinen Jahresplan folgt.

Ich wünsche dir eine kreative und besinnliche Zeit.

Mit bäumigen Grüssen

Katharina

 

 

geschrieben am 10. Dezember 2021
Kategorie: Uncategorized

Kommentare sind geschlossen.