Pfefferminze – weit mehr als nur ein Genuss

Die Pfefferminze ist keine reine Naturpflanze, sondern eine Kreuzung, man findet sie aber oft verwildert in der Natur. Heute finden wir viele verschiedene Minze-Arten in den meisten Gärten. Die Urpflanzen sind die Wasserminze und die Ackerminze. Die Pfefferminze, die aus den wilden Sorten gekreuzt wurde, stammt vermutlich aus Ostasien. Heute gibt es eine grosse Anzahr von verschiedenen Züchtungen. In Gärten ist sie ein gern gesehener Gast, leider wird sie vor allem von Mäusen geliebt, die um die Heilkraft dieser Pflanze sehr gut Bescheid wissen. Mäuse legen sogar einen Vorrat an für den Winter, um Kraft und Durchhaltevermögen zu haben. In arabischen Ländern gibt es Teehäuser die täglich tausende von Litern Minzentee ausschenken, diese Sitte wäre bei uns viel sinnvoller als die überzuckerten Eistees zu trinken. Der Hauptbestandteil ist das Menthol, das selbst in einer Verdünnung von 1:100‘000 geschmacklich noch spürbar ist. Die Pflanze hat auf den ganzen Organismus einen positiven Einfluss.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter

Wirkstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoff, Flavonoide, äetherisches Öl mit Menthol, Lipide

Auf dem körperlichen Bereich: hilft Pfefferminze bei Blähungen, Koliken, Magen- und Darmkatarrh, Leber- und Gallenleiden. Sie ist krampflösend, galletreibend, blähungswidrig, antibakteriell, appetitanregend, kühlend, erfrischend, juckreizstillend. Sehr oft einsetzbar, vor allem bei Gallenwegsverkrampfung, Gallenkolik, Prämenstruellem Syndrom, Unterleibkrämpfe, verspäteter Menstruationsblutung, Reflux, Aufstossen, Sodbrennen, Übelkeit, Muskelverspannung, Spasmen, auch bei Erkältung, Grippe, Fieber, Kopfschmerzen mit Augenrötung, Halsentzündung, Husten, Bronchitis, Mittelohrentzündung, Ohrenschmerzen, und Mundgeruch. Besser wäre eine Aufzählung wo sie nicht verwendet werden soll.

Schwangere sollten nur geringe Mengen Pfefferminztee trinken, da zu viel Tee die Gebärmutter stimulieren kann. In der Stillzeit sollte auf Pfefferminztee verzichtet werden, da die Pflanze die Milchbildung unterbindet.

In der chinesischen Medizin: Der Geschmack ist aromatisch, scharf. Thermisch primär kühlend, sekundär ist sie wärmend, bewegend, befeuchtend, befreit blockiertes Leber-Qi. Leitet Wind-Hitze aus, tonisiert und bewegt bei Erkältung, Grippe, Fieber, Kopfschmerzen mit Augenrötung, Halsentzündung, Husten, Bronchitis, Ohrenschmerzen. Bewegt Magen-Qi, tonisiert Milz-Qi, bei Verdauungsschwäche, Flatulenz, Blähungen, Völlegefühl, Fettunverträglichkeit, Diarrhö, Durchfall, Benommenheit. Leitet Hitze aus bei Mundgeruch, Zahnfleischentzündung, Magenentzündung, Mundschleimhautentzündung.

Auf dem geistig – seelischen Bereich: Belebt und erfrischt Körper und Geist. Bringt die Psyche ins Gleichgewicht, löst alte Gedankenstrukturen auf, setzt Energie frei und fördert die Lebenslust.

Wenn unser Kopf voll ist oder wir einfach nur die „Nase voll haben“, dann kann uns die Pfefferminze den entscheidenden Kick geben. Die Gedanken werden wieder klar und der Kopf wird wieder frei. Festsitzende Emotionen werden sanft gelöst. Für Menschen, die in spirituelle Höhen abgedriftet sind, haben und sich nur noch schwer im Alltag zurechtfinden, hilft sie den Boden unter den Füssen wieder zu spüren. Neue Visionen und Pläne könne so wieder mit Hand und Fuss angepackt werden.

Die Pfefferminze hilft ausserdem gegen Nervosität, Herzklopfen, Ängste und Schlaflosigkeit. Einige Tropfen ätherisches Pfefferminzöl wirkt belebend von Körper Seele und Geist.

Verwendung in der Küche: Die Pfefferminze gilt unter Kennern als hervorragendes Gewürzkraut. Vor allem in der britischen Küche gehört der aromatische Minzegeschmack zu vielen Gerichten.

Die meisten Rezepte mit Pfefferminze sind wohl Süssspeisen, Aufstriche oder Süssigkeiten z.B. Pfefferminzbonbons, Pfefferminzkaugummi), Konfitüren oder Chutneys können mit Minze eine besondere und erfrischende Note verfeinert werden. Auch für viele Obstsalate in Verbindung mit Zitrusfrüchten passen die Blätter ganz hervorragend.

Minze ist also in der Küche sehr vielfältig, auch für Suppen, Saucen und in herzhaften Gerichten, sowie Tee.

In der Kosmetik: Schnell hergestellt ist ein wohltuendes Fussbad, das müde Beine und Füsse schnell wieder munter macht.

Ein Körperöl mit Pfefferminze wirkt beleben und durchblutungsfördernd. Dazu ein Ölansatz mit frischen Minzeblättern für 3 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. Dazu eignet sich Mandelöl, Olivenöl oder Traubenkernöl.

Mit diesem Ölauszug würde sich sehr gut eine pflegende Körpercreme. Nasencreme oder Lippenpomade herstellen.

Das ätherische Öl ist in Zahnpasta und Mundwasser sowie in einigen Hautpflegemitteln und in Shampoos gegen fettige Haare zu finden.

Jahreszeit: Frühling bis Herbst, getrocknet ganzjährig

Mit minzigen Grüssen

Katharina

geschrieben am 25. Juli 2022

Kommentare sind geschlossen.