Maishaartee der wenig bekannte Heiler

Die Maishaare (auch Maisbart, Maisgriffel oder Maisseide genannt), die “Fäden oder Häärchen” am Ende des Maiskolbens können als Tee gegen gegen die verschiedensten Beschwerden eingesetzt werden. Meist werden sie leider weggeschmissen. Dabei wären sie ein wunderbares und feinschmeckendes Mittel für viele Unpässlikeiten.

Solange die Maiskolben noch nicht voll ausgereift sind, kann man die Maishaare ernten. Man sollte darauf achten, nur solche aus biologischem Anbau zu ernten, ebenso nur soviel pflücken, wie man innerhalb eines Jahres verbrauchen kann. Die Maishaarbüschel dann schonend im Schatten trocknen und in einer lichtgeschützt aufbewahren. Je dunkler und sauerstoffgeschützter gelagert, desto länger bleiben die Inhaltsstoffe erhalten.

Wirkstoffe: ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Salizylsäure, Alkaloide, B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin K.

Verwendung auf dem körperlichen Bereich: Maishaar stärkt das Immunsystem. Als Tee hilft er vor allem bei Nieren- und Blasenbeschwerden, Nierensteine, Arthritis, Ödeme, Rheuma und Menstruationsbeschwerden. Sowie bei Magenbeschwerden und Cholesterin kann Maishaartee helfen. Er wirkt harntreibende, entschlackende, stimmungsaufhellende und antiseptisch. Besonders angesagt ist das trinken von Maishaartee bei Müdigkeit, Erschöpfungszuständen.

Schon Maria Treben erwähnte Maishaar als wichtige Heilpflanze bei Harnwegsinfekten, zur Regulierung des Blutzuckerspiegels, bei Gelenkbeschwerden, bei Menstruationsbeschwerden oder Kopfschmerzen. Da er reich an Salicylsäure ist wirkt er blutverdünnend. Auch bei PMS-Beschwerden sollen die Maishaare helfen können. Man findet auch Berichte, dass Maisbart beim Abnehmen helfen soll, da er Heisshunger entgegenwirken und den Stoffwechsel anregen soll.

Eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung haben die enthaltene Salizylsäure und Vitamin K.

Er kann als Vorbeugung bei Anfälligkeit zu Nierensteinen kurmässig über 3 Wochen eingenommen werden.

In der chinesischen Medizin: Maishaar wird dem ERDE-Element zugeordnet. Maishaare haben einen leicht süsslichen Geschmack und dadurch eine positive Wirkung auf die Milz und ihre Aufgaben.

Thermil: neutral, kühl.
Geschmack: süss, Funktionskreis: Blase, Gallenblase, Leber, Nieren.
Eigenschaften: harntreibend, steinlösend, galletreibend. Er leitet feuchte Hitze aus und stimuliert das Yin. Es kühlt, bewegt Flüssigkeiten bis in die tiefen Körperschichten.

Maishaartee/Maisseide gilt in der TCM als besonderes Heilmittel bei einer schwachen Mitte und vor allem bei Nieren- & Blasenbeschwerden, sowie bei Feuchtigkeit und Hitze (z.B. an Pickeln, die mit Eiter gefüllt sind) eingesetzt.

Er harmonisiert den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel, wird auch bei chronischen Nierenerkrankungen eingesetzt. Er regt den Stoffwechsel an wird daher auch bei Fettstoffwechselstörungen (Cholesterinproblemen) empfohlen.

Unterstützend kann also der Maishaartee bei Entzündungen der Leber, Gallenblase, bei Ödemen, Arthritis, Gicht, Rheuma, Diabetes mellitus eingesetzt werden.

 

Zubereitung von Maishaartee:
1 Teelöffel getrocknetes oder frisches Maishaar mit 1 Tasse gekochtem Wasser übergiessen und 5 Min. ziehen lassen.

Maishaartee hat eine starke (sehr trocknende!!) Wirkung und soll daher kurmässig nur tassenweise getrunken werden! Bitte nicht literweise trinken, weil er „so gesund ist“.

In einer Kräuterteemischung kann er aber über längere Zeit genossen werden.

 

Auf dem geistig – seelischen Bereich:  Maishaar hat eine harmonisierende Wirkung auf Seele und Geist. Wirkt ausgleichend bei innerer Unruhe, vermindert Konzentrationsstörungen. Vertreibt Schwere und Melancholie.

 

Die beste Zeit Maishaar zu sammeln ist im Juli / August.

 

Ich wünsche gute Gesundheit mit dem Segen der Natur

 

Katharina

geschrieben am 21. Juli 2022
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