Überfordert
Ich bin überfordert! Dieser Ausspruch ist fast täglich unüberhörbar. Überforderung ist zu einem unausweichlichen Thema geworden. Das hat mir zu Denken gegeben. Ja ich habe mich ernsthaft gefragt, bin ich vielleicht auch überfordert? Dazu habe ich KI gefragt. Die Antwort lautete: Das ist eine gute Frage, und ich verstehe, dass du dir darüber Gedanken machst. Ob du überfordert bist, hängt oft davon ab, wie du dich fühlst und wie du mit den Anforderungen in deinem Leben zurechtkommst. Dann fragte ich weiter: Warum fühlen sich Menschen heute mehr überfordert als früher? Auf diese Frage erhalte ich von KI folgende Antwort: Das liegt an verschiedenen Faktoren.
Zum einen hat sich die Welt in vielerlei Hinsicht schneller verändert, zum Beispiel durch den technischen Fortschritt, die ständige Erreichbarkeit durch Smartphones und das Internet. Diese ständige Verfügbarkeit kann dazu führen, dass man kaum noch abschalten kann und sich ständig unter Druck fühlt.
Zum anderen sind die Anforderungen in Beruf, Schule und im Alltag oft gestiegen. Es gibt mehr Aufgaben, mehr Erwartungen und manchmal auch mehr Unsicherheiten, was die Zukunft betrifft. Ausserdem sind soziale Medien und die Vergleichsmöglichkeiten im Internet manchmal belastend, weil man sich ständig mit anderen vergleichen kann.
All diese Faktoren zusammen können erklären, warum das Gefühl der Überforderung heute häufiger auftritt als früher.
Ich glaube aber nicht, dass KI mir hier die richtige Antwort gibt. Ich bin überzeugt, dass der wichtigste Grund ist, mit unzähligen Möglichkeiten überflutet zu sein. Zu keiner Zeit hatten wir so viele Möglichkeiten uns zu verzetteln, überall mitzureden, mitzumachen, dabei zu sein zu wollen.
Zuviel wollen, nichts verpassen und somit sich nicht auf das fokussieren, was wirklich wichtig ist oder wofür man brennt, ist der wichtigste Überforderungsgrund.
«Es fehlt an Entscheidung für das, was wirklich wichtig ist und dann bei der Entscheidung zu bleiben».
Schon Kindern werden die verschiedensten Möglichkeiten an Sportarten oder sonstige Aktivitäten geboten, um die Freizeit auszufüllen oder sich mit anderen zu messen. Natürlich dürfen Tablets und Handys nicht fehlen. Später haben sie die Wahl aus unzählig vielen Berufsmöglichkeiten zu wählen, die es nicht einfacher machen, sich für eine Richtung wirklich zu begeistern.
Dass es so schwierig wird zu sich auf etwas zu fokussieren und zu begeistern ist völlig logisch. So bleibt das hin- und hergerissen sein was logischerweise schon bei Jugendlichen zur Überforderung führt.
Ja, als ältere Generationen hatten wir es einfacher. Als junges Mädchen hatte ich viel weniger Möglichkeiten, Sport war mein fast stündiger Schulweg, Schulbusse gab es nicht. Als Beruf war die Auswahl beschränkt, ich war als Mädchen sogar privilegiert und konnte Schneiderin lernen. Auch wenn es nicht mein Traumberuf war, ich hatte ich es bis zur Meisterprüfung durgezogen, denn ich hatte eine Entscheidung getroffen. Später war noch genügend Zeit, mich auf meine Lieblingstätigkeit zu fokussieren, die mich bis heute begeistert.
Nach meiner persönlichen Meinung findet Überforderung vor allem in den vielen Möglichkeiten und im Drang, nichts zu verpassen statt. Das ständige ich will noch, es gibt noch, ich muss noch, das hat auch noch Platz, bringt das Fass zum Überlaufen.
Wenn du dich überfordert fühlst, ist es nicht dein Leben, das zusammenbricht – es sind also deine Gedanken und Möglichkeiten. Um aus dieser Endlosschleife auszusteigen, sind wir gefordert, uns für das Wesentliche zu entscheiden. Dazu gehört Unwichtiges auf später zu verschieben, weil es sich vielleicht sogar selbst erledigt.
Ich habe schon mehrmals erfahren, wie schnell es geht mich von Unwichtigen abzulenken und kostbare Zeit zum Beispiel mit Medienkonsum zu füllen, die mir dann das Gefühl von Überforderung gibt. Dabei hätte ich viel gescheiter einen Waldspaziergang gemacht, mit den Pflanzen kommuniziert oder eine Freundin zum Kaffee eingeladen und uns gegenseitige Achtsamkeit geschenkt.
So gilt es, sich immer wieder ein paar Fragen zu stellen.
• Brauche ich das wirklich?
• Macht mich das Glücklich?
• Fühle ich mich erfüllt oder überfordert es mich?
• Stehe ich zu meiner Entscheidung oder lasse ich mich vom Zweifel regieren?
• Muss ich alles perfekt machen?
• Muss ich es denn allen anderen recht machen?
• Fällt es mir schwer NEIN zu sagen?
Manchmal hilft es, eine Pause zu machen, Aufgaben zu priorisieren. Ganz oft ist auch das Wörtchen NEIN eine Befreiung.
Meine besten Berater sind einmal mehr die Bäume. Sie bleiben sich treu, ohne sich immer zu verzetteln. Sie demonstrieren mir mit ihrem SEIN was Wesentlich ist. Sie tun das, was an ihrem Standort möglich ist.
Wir können lernen mit Bäumen zu kommunizieren. Bäumen können wir von unserer Überforderung erzählen und werden ganz bestimmt hilfreiche Botschaften erhalten.
Falls du es versuchen willst, kannst du gerne mit mir ein Baum-Coaching unternehmen.
Katharina