08.01.2026

Quitte – Die stille Heilerin

Der vermutlich aus Asien stammende Quittenbaum wird auch als Star der Antike genannt und ist in europäischen Gärten schon seit dem Altertum verbreitet.
Mit den römischen Legionären kam der Quittenbaum nach Mitteleuropa. Karl der Grosse empfahl den Anbau der Quitte wegen ihrer Heilwirkung und sorgte so für die weitere Verbreitung in Europa.
Der bescheidene, anspruchslose, wärmeliebende Baum ist eng verwandt mit dem Apfelbaum. Die duftenden weissrosa Blüten ähneln den Apfelblüten.
Die jungen Blätter und Zweige sind leicht behaart, die wohlriechenden gelben Früchte haben eine schützende flaumige Oberfläche, die sie vom Apfel unterscheidet.

Die Quitte hat gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Botschaft:
Sie spricht heute zu dir:

• Seelische Verletzungen können jetzt aufgelöst werden.
• Achte auf dich, ohne dich mit anderen zu vergleichen.
• Du bist einzigartig in deinem Wesen und im Denken.
• Ich möchte dich begleiten auf dem Weg echter Sensibilität und Selbstliebe.
• Überprüfe ganz ehrlich, ob es nicht Gedanken sind, die dich verletzen und klein halten.
• Mit Sanftmut, Selbstrespekt und Disziplin wirst du dein ganzes Potential nutzen können.
Deine Quitte

Um die Heilkraft der Quitte immer zur Hand zu haben, wenn ich sie brauche, mache ich mir jeweils im Frühling eine Baumessenz. Für die Quitten-Baumessenz benütze ich Blatt- und Blütenknospen.

Die Quitten-Baumessenz
• Die Quitten-Baumessenz lehrt uns, mit den männlichen und weiblichen Anteilen in uns besser umzugehen oder sie zu integrieren.
• Durch die leicht aphrodisierende Wirkung weckt sie die Freude an der Erotik.
• Sie heilt seelische Verletzungen auf sanfte und subtile Art.
• Sie weckt und unterstützt die natürliche Sensibilität, Selbstrespekt und echte Selbstliebe.
• Sie hilft uns beim inneren Reifeprozess, der sowohl durch positive wie auch negative Erfahrungen gekennzeichnet ist, um Zufriedenheit zu erlangen.
• Sie fördert den natürlichen Prozess des Gedeihens und Wachsens auf allen Ebenen.
• Sie erinnert uns daran, dass wir als einzigartige Wesen geboren wurden und mit niemandem zu vergleichen sind.

Meine Erfahrungen mit den Baumessenzen:
Die Quitten-Baumessenz ist nach meiner Erfahrung eine grosse Hilfe, wenn uns Emotionen uns blockieren, um mutig den persönlichen Weg zu gehen. Es sind nicht die Äusserlichkeiten, sondern die inneren Werte, die uns auszeichnen. Sie lehrt uns Respekt und stärkt Selbstakzeptanz und Urvertrauen.

Quitte in der Ernährung: Im Gegensatz zu Äpfeln und Birnen kann man Quitten nicht roh essen, dennoch haben die strahlend gelben Quittenfrüchte für kulinarische Kenner einen besonderen Wert. Verarbeitet werden sie zu Marmelade, Gelee, Kompott, Likör, Wein, oder Schnaps. Einmal probiert, vergisst man das verführerische Aroma nicht mehr.
Ein bekanntestes Gebäck, das aus Quitten hergestellt wird, ist das süsse Quittenbrot. Quittenmuss wird mit Zucker und viel Honig verkocht, dann wird die dicke duftende Masse auf ein Backblech gestrichen und im Backofen bei mässiger Wärme getrocknet, anschliessend wird es in Rauten geschnitten und in grobem Zimt-Zucker gewendet. In Spanien und Portugal ist das Quittenbrot eine beliebte Süßigkeit in der Weihnachtszeit.

In der Naturmedizin:
Es gibt seit der Antike zahlreiche Quellen, in denen die besondere Heilkraft der Quitte hervorgehoben wird. Sie ist ein leider heute viel zuwenig verwendetes Heil- und Stärkungsmittel zur Linderung bei Husten, Heiserkeit, Stimmverlust, Magen- Darmbeschwerden und Blasenentzündung. Quittenmuss wirkt befeuchtend bei Verstopfung.
Die Quitte ist ausserdem eine reichhaltige Quelle für die Vitamine A, C, E und B6,
sowie für die Mineralstoffe Kalzium und Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Fluor, Folsäure, Gerbstoffe, Pektin.

In der Kosmetik: Um ein pflegendes Öl zu gewinnen, entfernt man die flaumige Schicht, schält dann die Quitte vorsichtig und legt die Schalen für 2- 4 Wochen in gutem Traubenkernöl oder Olivenöl ein. In dieser Zeit löst sich die Wachsschicht und damit auch das in der Schale enthaltene ätherische Öl. Das abgefilterte, hautpflegende Öl lässt sich weiterverwenden, z. B. zu einer Creme rühren die ideal bei feuchtigkeitsarmer, gereizter Haut ist.
Viele Rezepte für Naturkosmetik findest du in meinem Buch: „Naturkosmetik selber herstellen“.

Quitte In spiritueller Sicht: In der griechischen Mythologie symbolisierte die Quitte Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit. Der Quittenbaum gilt bei vielen Kulturen heute noch als ein Symbol für Schutz, Gesundheit, Erotik, Liebe und Fruchtbarkeit, Treue und Glück. Einige Bibelforscher meinten, die verbotene Frucht im Paradies sei ursprünglich eine Quitte gewesen.
Bei den Römern soll die Quitte eine Opfergabe der Nachtgöttin gewesen sein, um sie mit ihrem Duft zu betören. Der Gold-Apfel, wie sie auch heisst, wirkt aphrodisierend. Auch die Blätter duften und verbreiten einen himmlischen Duft. Sie können gut in einer Räuchermischung zur Reinigung und Schutz verwendet werden.

Fazit: Der Quittenbaum lässt Zweifel aus einem anderen Blick zu erkennen, nämlich gedanklich produzierte Blockaden. Die verhindern, die eigene Wahrheit zu leben und zu sich selbst zu stehen.

Ich würde mich freuen, von dir zu erfahren, was du schon mit dem Quittenbaum oder anderen Bäumen für Erfahrungen gemacht hast.

Mit bäumigen Grüssen
Katharina Hospenthal