Fichte – Die Hoffnungsvolle
Die gewöhnliche Fichte wird auch als Rottanne oder Rotfichte bezeichnet. Sie ist der Baum, der zusammen mit Tanne und Kiefer unseren Wäldern auch im Winter das lebendige Grün verleiht.
„Die Fichte sticht, die Tanne nicht“ gilt als hilfreiches Sprichwort zum Unterscheiden der recht ähnlichen Nadelbäume.
Als Flachwurzler können sie zu mächtigen Riesen heranwachsen. Die grünen, spitzen Nadeln, die sich alle 6 bis 13 Jahre erneuern, sitzen nicht direkt an den Zweigen, sondern auf kurzen Holzstielen. Dieses Detail unterscheidet sie von den Tannennadeln, die direkt aus dem Zweig herauswachsen.
Die länglichen Zapfen hängen nach der Befruchtung nach unten, während sie bei Weisstannen nach oben stehen. Die meisten abgefallenen Zapfen, die wir am Waldboden finden und oft fälschlicherweise, als Tannzapfen bezeichnet werden, sind Fichtenzapfen und nicht Tannzapfen.
Fichtenbäume wachsen schnell, können aber trotzdem sehr alt werden.
Heisses und trockenes Klima wird zunehmend Herausforderung eines Fichtewaldes. Durch die Klimaerwärmung werden sie es schwieriger haben.
Das Holz ist vielseitig verwendbar für Möbel, Musikinstrumente, Bodenbeläge, Fenster und Türen, Treppen, und tragende Baukonstruktionen, Kisten und als Brennholz.
Die Fichte symbolisiert die Energie des Nordens, der Kühle. Im Medizinrad, das sich an den Jahreszeiten, den Elementen und den Himmelsrichtungen orientiert, steht der Norden unter anderem für Disziplin, Verantwortung, Klarheit und Ausrichtung. Alles Kräfte und Qualitäten, welche die Fichte als Baum auch in feinstofflicher Hinsicht hat.
Es lohnt sich im Frühling aus den Knospen und etwas Harz eine Fichten-Baumessenz herzustellen, um die wertvolle Energie immer zur Hand zu haben, wenn wir sie benötigen.
Die Fichten-Baumessenz:
• Sie bringt Klarheit bei Verstrickungen und befreit von Abhängigkeiten.
• Sie unterstützt die Selbstdisziplin, um standhaft und ausdauernd zu sein.
• Sie hilft uns, den Weg und die richtige Einstellung zu finden. Sie motiviert uns gradlinig persönlichen Zielen zu folgen, ohne andere einzuengen.
• Sie befreit von Verstrickungen und Fanatismus
• Die Essenz bestärkt, um sich aus Abhängigkeiten durch Alkohol, Drogen oder Genussmittel zu lösen.
• Sie erhöht die Konzentrationsfähigkeit und verleiht mentale Stärke. Mit ihr Können Zweifel und diffuse Ängste überwunden werden.
• Die belebenden und reinigenden Eigenschaften erfrischen den Geist und den Körper.
• Unterstützt die Verwurzelung des eigenen Ichs.
• Reinigt die Atemwege und öffnet das Herz.
Meine Erfahrungen mit den Fichten-Baumessenzen: Ich empfehle diese Essenz gerne Menschen, die auf der Suche nach dem eigenen Weg sind. Besonders für zarte Menschen, die wenig Erdung besitzen, kann die Fichten-Baumessenz zur persönlichen Kraftessenz werden. Mit ihr steigert sich die Hoffnung und Zuversicht und lässt Zweifel überwinden.
In der Naturheilkunde: Für Heilzwecke werden vor allem die Nadeln und Harze verwendet. Die Fichte wirkt schleimlösend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und unterstützt mit ihrem hohen Gehalt an ätherischen Ölen das Wohlbefinden bei Erkältungen. In alten Rezepten werden Fichtenspitzen gern mit Zucker eingelegt. Nach einigen Wochen entsteht ein aromatischer Fichtensirup, der in kleinen Mengen genossen werden kann.
Ätherisches Fichtenöl als Duft reinigt und öffnet die Atemwege z. B. als Dampfbad bei Erkältung und Nebenhöhlen-Entzündung. Es sorgt für eine tiefe Atmung.
Auf der feinstofflichen Ebene sorgt es für innere Ruhe und Ausgeglichenheit, macht wach und hilft, ganz im Hier und Jetzt zu sein.
Um das volle Aroma des ätherischen Öls zu geniessen, genügen bereits wenige Tropfen. Es eignet sich perfekt für Duftlampen, Duftkugeln.
In der Kosmetik und Körperpflege: Am besten bekannt ist die Fichtenharzsalbe. Vollgepackt mit ätherischen Ölen und wertvollen Inhaltsstoffen bietet Fichtenharz eine Vielzahl von Vorteilen für die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Die entzündungshemmenden Eigenschaften des Harzes lindern Schmerzen und Schwellungen und stimuliert die Zellneubildung.
Ein wunderbares Fichtennadelöl selbst herzustellen ist keine Hexerei. Man füllt ein Glas mit den Nadeln und deckt es mit Mandelöl, lässt es dann ca. 4- 6- Wochen stehen und dann absieben. Das ergibt ein wunderbares Massageöl oder kann zu einer Pflegecreme weiterverarbeitet werden.
Aus spiritueller Sicht: Auf der Seelenebene weist uns die Fichte den richtigen Weg, wenn wir uns verirrt haben. Sie soll Klarheit bei Verstrickungen bringen und von Abhängigkeiten befreien. Besonders für Menschen, die wenig Erdung besitzen, kann eine mächtige Fichte zum persönlichen Kraftbaum werden. Seine belebenden und reinigenden Eigenschaften erfrischen den Geist und den Körper.
Ätherisches Fichtennadelöl ist Balsam für die Seele bei Gefühlen von Einsamkeit und Verlassenheit. Es schenkt Kraft und Zuversicht, tröstet, stärkt und gibt den nötigen Halt, um schwierige Zeiten unbeschadet zu überstehen.
Ähnlich wie die Tanne galt die Fichte bei den Kelten und Germanen als bedeutsamer Lebens- und Schutzbaum, dessen immergrüne Zweige man sich in der dunklen Jahreszeit als Symbol der Hoffnung, des wiederkehrenden Frühlings ins Haus holte.
Ich glaube, dass viele Wichtelwesen im Fichtenwald leben. Mit achtsamen Augen und offenem Herzen kabbst du sie auch wahrnehmen oder sogar sehen.
Lass dich verzaubern von der Fichte, sie ist eine unserer Lehrerinnen und Heilerinnen. Durch ihre Ausdauer und Gradlinigkeit ist sie die Hoffnungsträgerin in eine neue Zukunft.
Mit bäumigen Grüssen
Katharina Hospenthal