Der Zweifel – als Spielverderber
Fragst du dich manchmal, warum du noch zweifelst? – Ich kenne niemanden, der sich diese Frage nicht schon gestellt hat. Denn Zweifel sind ganz natürlich und haben viele Gründe.
Selbstzweifel komplett zu eliminieren, ist nicht realistisch, aber wir können lernen, sie zu managen und ihre Auswirkungen zu minimieren. Wir können trainieren die Zweifel anzuzweifeln. Denn wir haben immer die Wahl, genau wie an einer Wegverzeigung.
Ich muss mich entscheiden, welchen Weg sich besser anfühlt, der Mögliche oder der Unmögliche. Ich kann lernen meinem inneren Navigationssystem zu vertrauen.
Mögliche Gründe, die uns am Handeln hindern sind:
• Negative Erlebnisse oder unverarbeitete Misserfolge
• Hohe Erwartungen an sich selbst. sind, oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
• Vergleiche mit anderen
• Druck von aussen
• Negative Denkmuster
Solche und weitere Gründe können zum Spielverderber werden und uns hindern sich selbst zu sein und das eigene IKIGAI zu leben.
Für mich ist klar, dass Zweifel in erster Linie gedankengeprägte Zustände sind, die die spontanen und leisen Herzimpulse übertönen. Der Verstand ist schnell zur Stelle, wenn es darum geht Gefühle zu beeinflussen. Das Gedankenkarussel beginnt sich dann schnell zu drehen, aber du weisst immer noch nicht, weshalb du zweifelst und das komische Gefühl hervorgebracht hat. Viele Menschen lassen sich dann von etwas überreden, was man nicht wirklich will.
In solchen Momenten hole ich meine besten Berater zu Hilfe. Es gibt Naturgesetze die wir als Menschen oft zu verändern versuchen oder gar nicht mehr wahrnehmen.
Ich gehe, wenn immer möglich in die Natur und stelle mir vor wie einen Baum zu sein, der mir gerade auffällt.
Während ich so schreibe, kommt mir gerade eine Tanne in den Sinn, sie steht für Klarheit und Gradlinigkeit.
Vielleicht denkst du jetzt, das ist doch nicht vergleichbar, denn Bäume haben keinen Verstand keine Augen, Ohren, keine Nase, keinen Mund, erst recht keinen Verstand. Ja, das ist richtig, aber sie haben durchaus Gefühle und ein Gespür, was wesentlich ist. Sie graben ihre Wurzeln tief in die Erde, weil sie spüren, dass dort Nährstoffe und Wasser, also Nahrung zum Leben ist. Sie richten sich immer zum Licht, um zu Wachsen und ihre Aufgabe zu übernehmen. Sie können sich zur Wehr setzen, wenn Ungemach in der Umgebung droht. Heute wissen wir, dass Pflanzen als kommunikative, hoch differenzierte und eigenständige Wesen vernetzt sind und das tun, was zum richtigen Zeitpunkt erforderlich ist.
• Bäume kennen die universellen Gesetze, sie wachsen täglich an ihren Aufgaben.
• Sie brauchen keine Auszeit! Sie nützen ihre Wachstumspausen, um neue Kraft zu aktivieren.
• Bäume haben keine Möglichkeit vor Problemen davonzulaufen.
• Bäume machen das Beste in ihrer Situation.
• Bäume kennen ihr IKIGAI! – Ihre Lebensbestimmung.
• Und DU?
Das mag jetzt etwas provokativ erscheinen, aber es soll uns Menschen aufzeigen, dass wir uns nicht in Zweifel verheddern lassen, sondern den Herzgefühlen mindestens die gleiche Aufmerksamkeit geben wie dem Verstand. Es geht einzig und allein darum klar Entscheidungen zu fällen! Und dann bei der Entscheidung zu bleiben.
Zum Zeitpunkt einer Entscheidung können wir nie genau wissen, ob sie auch die Beste ist. Aber wenn wir mit dem Herzen entscheiden, haben wir wenigstens keine Zeit mit dem Zweifel verloren.
„Was, wenn ich mit Zweifel nur Zeit verschwende und meine Wünsche nicht erreiche, weil ich „nichts“ im Außen MACHE….“ Eckhart Tolle
Fazit:
Gehe in die Natur und frage die Bäume, wie sie es mit dem Zweifel halten.
Zweifel sind immer Herausforderungen für Klarheit. Wo will ich hin? Welchen Weg soll ich nehmen? – Den des Herzens oder den des Verstandes.
Dein Verstand ist wichtig. Du brauchst ihn. Aber er ist nicht immer dein Freund. Und vor allem: Er soll dir dienen, er ist dein Werkzeug – und nicht umgekehrt.
Wer nach vorne gehen oder wachsen will, darf nicht nach hinten denken! Also mutig vorwärts und auf SICH selbst-vertrauen. So würden es mir die Bäume vormachen!
Katharina