Loslassen bedingt das Annehmen

Ich komme sehr oft mit Menschen in Kontakt, die mit dem Schicksal hadern. Eine unerwartete Situation, wie Verlust, Krankheit, Beruf, Beziehung hat sie in eine Spirale geführt, die kein Anfang und kein Ende hat. Alles dreht sich um ein Ewas, das man am liebsten loswerden möchte.

Viele möchten die anspruchsvollen, Zeiten, das Negative, das Kranke und Unangenehme aus der Welt schaffen, ohne es als Realität anzunehmen. Ja, sie verschliessen buchstäblich die Augen und bemerken nicht, dass es Möglichkeiten zur Veränderung gibt, wenn die Situation erst einmal angenommen wird. Viele verbeissen sich regelrecht und kommen nicht vom Fleck. Da höre ich oft die Entschuldigung „ ich weiss, ich sollte kann aber aus diesem oder jenem Grund nicht“

Die Frage ist hier doch: „was willst du denn loslassen, wenn du das JETZT nicht angenommen hast?“

Tatsache ist wir können nur loslassen was wir zuvor bewusst angenommen haben. Annehmen was tatsächlich ist. Nicht annehmen bedeutet Widerstand gegen das was Sache ist. Widerstand ist einer der grössten Energieräuber und bringt nichts in Bewegung.

Loslassen ist ein bewusster Prozess, der ein Annehmen als Voraussetzung hat.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass das Annehmen oft eine echte Herausforderung und alles Andere als einfach ist. Manchmal möchte man ja auch gar nicht der Tatsache ins Auge schauen. Oder man hat sich schon frustriert mit der verkorksten Situation abgefunden. So sind ganz schnell Ausreden auf dem Tisch wie: „Ich kann einfach nicht, ich habe nicht die Kraft, ich muss doch zuerst, ich will es gar nicht annehmen“. Somit reden wir uns das Unmögliche ein, um eine Veränderung zu erzielen.

Allein im Annehmen stehen viele Türen wieder einen Spalt offen und neue Perspektiven werden greifbar. Die eindrücklichsten Beispiele finden wir bei Menschen, die trotz Schwerstbehinderung alles TUN um nicht mit dem Schicksal zu hadern und im Elend zu versumpfen.

Zum Loslassen sind definitiv Entscheidungen gefragt, wenn wir eine unliebsame Situation verlassen wollen.

Bekanntlich ist es immer die Angst vor dem Unbekannten, die Entscheidungen verhindert. Diese Angst basiert auf kopflastigen Hirngespinsten die uns am Handeln hindern. Angst ist der Gegenspieler des Vertrauens und des Mutes. Hier entscheiden wir selbst ob wir dem Kopf oder dem Herzen nachgeben. Dazu kommt mir folgendes Zitat in den Sinn:

„Wer 2 Hasen nachrennt, verliert Beide“.

Fazit: Das Wichtigste ist die Situation annehmen, dann kurz überlegen welche Möglichkeiten ich trotzdem habe. Die Gedanken als reine Gedanken wahrzunehmen und nicht dem Gedankenkarussell zu verfallen. Die Gedanken kritisch hinterfragen, alle vorhandenen Möglichkeiten annehmen und analysieren. Entscheidungen mit Enthusiasmus anzugehen um nicht durch reine Kopflastigkeit viel Energie zu verlieren. Klare Entscheidungen setzen blockierte Energie frei, sodass die Ausrede: ich habe nicht die Kraft dazu…“ hinfällig wird.

Ich weiss selber, dass es manchmal ohne externe Hilfe schwierig ist, den Blick für Neues zu weiten. Schon der Verbleib im eigenen Umfeld macht es nicht einfacher. So ist eine Auszeit, in einer neutralen Umgebung mit wenig äusserer Ablenkung, schon die bessere Möglichkeit zu sich zu finden.

Dazu bietet sich die mehrheitlich naturbelassene Umgebung bei mir im Burgund geradezu an um neue Wege zu finden.

Hier biete ich Einzel- oder Kleingruppencoachings an. Eine grosszügige Gästewohnung steht zur Verfügung, um es sich auch gemütlich zu machen.

Meine Passion ist es, mit suchenden Menschen neue Perspektiven zu erarbeiten.

Katharina Hospenthal

 

geschrieben am 4. Januar 2018
Kategorie: Uncategorized

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