Haselstrauch – der anpassungsfähige Magier

Der Haselstrauch ist als Pionierpflanze mit der Birke verwandt und sucht sich überall seinen Platz, gerne auf gerodeten Flächen, Wegrändern, Gärten und an Flussläufen. Die vermehrungsfreudige Pflanze bevorzugt feuchte und lockere Böden. Man unterscheidet ca. 150 Arten, als Strauch oder als Baum wird 5 bis 20 Meter hoch und bis 100 Jahre alt. Schon nach der Eiszeit war Die Hasel in Mitteleuropa sehr verbreitet. Er  blüht als erster im Frühling ab Januar bis März und kündet mit den graugelben Blütenkätzchen den Vorfrühling an. Für viele Allergiker beginnt mit den würstchenähnlichen Haselblüten eine beschwerliche Zeit.

Die Hasel zeichnet sich durch ihre Anpassungsfähigkeit aus. Sie ist Botschafterin für Schutz, Unsterblichkeit, Fruchtbarkeit und Erneuerung. Das stark verzweigte Wurzelwerk sorgt für die nötige Bodenhaftung.

Das mittelharte, elastische, gelblich, bis rötlich gefärbte Holz eignet sich für feine Schnitzereien und Drechslerwaren, ich erinnere mich noch, dass wir Holzpfeifen aus Haselzweigen geschnitzt haben. Das Holz der Hasel galt früher als ausgesprochen guter Energieleiter. Mit den biegsamen Haselzweigen lässt sich einfach eine Wünschelrute herstellen, um verborgene Kräfte und Energien aufzuspüren.

Meine Erfahrungen mit Baumessenzen: Für die Hasel-Baumessenz verwende ich die Blattknospen.

Die Hasel-Baumessenz ist nach meiner Erfahrung eine grosse Hilfe, wenn Emotionen, die mit vergangenen Situationen in Verbindung uns blockieren. Sie lässt Neues leichter annehmen und Gelerntes auch weitergeben. Die Haselnuss erinnert uns daran, dass das Wertvollste im Kern ist, also in uns drinnen ist.

Gerne empfehle ich sie auch bei Notfall, Stress und Prüfungsangst.

Die Hasel-Baumessenz

Hasel in der Ernährung: Die reifen Haselnüsse halten die wertvollen, nährenden Kerne unter der harten Schale verborgen, als wären es Geheimnisse. Diese gesunden, leckeren Kerne kennt wohl jeder. Sie sind nicht nur köstlich und nahrhaft, sie sind auch Gehirnnahrung und Kraftspender für den Körper.

Die im Handel erhältlichen Haselnüsse stammen meistens nicht vom wildwachsenden Haselstrauch, sondern von der südosteuropäischen rotblättrigen Bluthasel, die in vielen Gärten und Parkanlagen zu finden ist.

Das aus den Nüssen gepresste Haselnussöl ist ein herrliches, reichhaltiges und wohlschmeckendes Öl. Dieses eignet sich vor allem für die kalte Küche.

Auch die auffälligen Blütenwürmchen, die schon im Januar oder Februar zu finden sind, können getrocknet und als Beigabe zu Getreidemehl verwendet werden.

Ganz junge Blätter eignen sich auch als Zugabe mit anderen Wildkräuter zu Spinat oder Smoothes.

In der Naturmedizin: Tee aus den Blättern wirkt entzündungshemmend und blutreinigend.

Tee aus den Blütenkätzchen wirkt schweisstreibend und kann gegen Fieber helfen.

Äusserlich kann Rindentee bei Hautausschlägen, wie Akne, Ekzemen und Geschwüren als Umschläge Linderung verschaffen. Um das ganze Jahr hindurch Rindentee zu haben, wird die Rinde im Frühling, von Ästen die sowieso abgeschnitten werden, geschält, zerkleinert und getrocknet.

In der Chinesischen Medizin (TCM) gilt die Haselnuss als wichtiges, Mitte-  Blut- und Qi-Tonikum.

In der Kosmetik

Haselnussöl schmeckt nicht nur köstlich, es eignet sich auch hervorragend für die Hautpflege. Es ist sehr nährend und eignet sich besonders für trockene, empfindliche und reife Haut.  Es kann pur als Reinigungsöl, zu einer Salbe oder auch zu einer nährenden, feuchtigkeitsspendenden Creme verarbeitet werden.

In spiritueller Sicht hat die Hasel bei alten Völkern einen hohen Stellenwert gehabt. Sie wurde mit den Elementen Wasser sowie dem Untergrund assoziiert.  Der Haselstrauch hilft uns dabei, unser Sein zu ergründen und aus dieser Weisheit zu schöpfen.

Bei den Germanen und Kelten war die Hasel als Baum des Wissens geschätzt. Sie galt ausserdem als Schutz vor Hexerei, Blitzschlag und Krankheiten. So wurde sie auch als Hexenstrauch bezeichnet.

Die alten Römer verwendeten die Zweige als Friedenssymbole.

Sein Holz soll helfen in die tiefen Traumwelten zu versinken und Botschaften zu erhalten. Früher hat man gerne kleine Holzstückchen oder einen Talisman aus Haselholz unter das Kopfkissen gelegt, um sich inspirieren zu lassen. Auf weite Reisen nahm ein Holzstückchen mit, um beschützt zu sein – ebenso, wenn man auf gefährlichen Wegen und bei Nacht unterwegs war.

Die feine Energie wirkt allgemein reinigend und klärend für Körper, Geist und Seele.

Aus den feinen Ästen des Strauchs wurden und werden auch heute noch Wünschelruten geschnitten, mit denen Wasseradern sowie Erdstrahlen aufgespürt werden können.

Mit einer geflochtenen Krone aus Zweigen, sollen sich Wünsche erfüllen können und eine Kette, mit aufgefädelten Nüssen, im Haus aufzuhängen soll Glück bringen.

Nun, mit Ausprobieren kann man da sicher nichts falsch machen.

Mit bäumigen und inspirierenden Grüssen

Katharina

geschrieben am 30. Juli 2020
Kategorie: Uncategorized

Kommentar hinterlassen