Es ist höchste Zeit

In der jetzigen Zeit gibt es mehr Fragen als differenzierte Antworten. Niemand will und kann die meisten davon beantworten. Selbst die studierten Wissenschaftler sind über ihr eigenes Wissen irritiert. Politiker werden von einer Entscheidung zur anderen gejagt. So ist es kein Zufall, dass Verwirrung und Angst den Mut in vielen Menschen schwinden lässt.

Diese Zeit hat aber so viele guten Seiten, die wir uns ohne die Corona-Phase nie vorstellen konnten.

Es werden Talente, die schon lange geschlummert haben entdeckt oder aufgeweckt. Plötzlich wird die Zeit mit Aktivitäten aufgefüllt, die vorher keinen Platz hatten. Vielleicht beginnt in Einigen von uns das Herz zu hüpfen, wenn jetzt plötzlich mehr Zeit für die versteckten Herzensangelegenheiten vorhanden ist. Vielleicht braucht es jetzt nur noch einen Ruck zur Verwirklichung.

Plötzlich ist man sich im Abstandhalten nähergekommen als je zuvor.

Mich bringt diese Zeit noch viel mehr dazu die Natur zu lesen. Seit Jahren suche ich Antworten in der Natur, bei Bäumen und Pflanzen. Jetzt erhalte ich in vielerlei Hinsicht Unterstützung. In der Natur finde ich Lösungen für das Leben in schwierigen Zeiten. Da braucht es einzig ein achtsames Beobachten, Horchen und Interpretieren. Die Natur lebt es uns vor, wie das Leben spielt. Auch in der Natur gibt es Krisen und Rückschläge, deswegen ist sie nicht verzweifelt und mutlos. Sie lebt uns vor wie sie sich aus Tiefpunkten wieder erholt, sogar stärker wird, oder ganz einfach anders als vorher. Die Natur ist Meister darin, Jahr für Jahr alle Widrigkeiten zu überwinden und erfolgreich zu wachsen.

Wenn ich es auf uns Menschen ableite, was gerade passiert, mache ich mir meine eigenen Gedanken. Die Gedanken sind die Samen für die Zukunft und diese werden im Moment mehrheitlich in die Richtung von Krankheit und Verlust gesteuert.

Es gibt doch das bekannte Sprichwort:

«Wir ernten was wir säen».

Gerade da haben Bäume und Pflanzen einen Vorteil, denn sie denken nicht, sie tun alles was in ihrer Situation machbar ist, ohne sich aufhalten zu lassen.

Es gibt in der jetzigen Zeit viele helfenden Menschen, die das begriffen haben, sie tun all das was lebensnotwendig ist. Ihnen gebührt der Dank und die Anerkennung die sie verdienen.

Leider ist es immer noch so, dass viele der «grossen studierten Managertypen» noch nicht verstanden haben, was wichtig ist. Viele davon begreifen noch nicht, dass es unumgänglich ist, in erster Linie, die die Bodenarbeit zu machen und für die «Kleinlebewesen» Sorge zu tragen, statt sich zu nur selbst zu bereichern. Falls ich nun mit diesem Satz jemand gerade getroffen habe, ist es ein Zeichen, um sich mal selbst hinterfragen.

Das Fundament, ist ausschlaggebend was daraus wächst.

Die JETZT-Zeit ist nicht zum schlafen da sondern sie mit Sinn zu füllen.

Bin gespannt was sich so alles entwickelt.

Würde mich freuen von Dir zu erfahren was diese Kreativzeit bei Dir auslöst.

Mit bäumigen Grüssen

Katharina

geschrieben am 29. März 2020

9 Kommentare zu “Es ist höchste Zeit”

  1. Burkhard Koller
    30. März 2020 um 11:33 am

    Liebe Katharina, vielen Dank für das, was Du in dieser Zeit erkennst und teilst.
    Ja, es ist Zeit für all das, was wir bisher aus vielen Gründen nicht getan haben.
    Noch vor der ganzen Krise hat mir meine Seele gesagt, jetzt ist es Zeit, das Thema mit dem Wasser nochmehr zu verbreiten. Und siehe da, überall wird in dieser Krisenzeit vom Wassertrinken gesprochen und sogar dazu aufgerufen.
    Aus dieser Aufforderung ist das Projekt „1 Million Wassergläser“ entstanden.
    Ich habe vor zwei Jahren mein erstes Buch „Die Kraft des Wassers“ geschrieben und gehe jetzt in den nächsten größeren Schritt.
    Es geht um die „neue Art des Wassertrinkens.“
    Vielleicht magst Du Teil dieses Projekts sein, damit das Verständnis für unser Lebenselement wieder in uns richtige Licht kommt.

    Sprudelnde Grüße, Burkhard

  2. katharina
    30. März 2020 um 1:47 pm

    Lieber Burkhard
    Vielen Dank für Deine lieben Worte zu meinem Bericht. Ich freue mich täglich Wasser aus Deinen wunderschönen Gläsern zu trinken.
    Ich lese auch am Computer, auf FB immer wieder von Dir.
    Es ist so schön, durch vermeintlich kleine Dinge das Gefühl der Verbundenheit zu spüren.

    Von mir wird in den nächsten Wochen ein neues Buch über Baumessenzen veröffentlicht werden.

    Mit bäumigen Grüssen
    Katharina

  3. Nelly Pfister
    30. März 2020 um 3:43 pm

    Ja Katharina du bist so treffend, klar, und positiv anregend !!!
    Deine Zeilen sind für mich Seelenbalsam.
    Es ist sehr interessant zu beobachten, wie die wenigen Menschen, die mir begegenen wenn ich draussen bin, sich verhalten .
    Da wir ja Abstand halten müssen, werde ich gar nicht oder kaum angeschaut und sehr selten gegrüsst.
    So habe ich auch schon mich geäussert , dass grüezi sagen nicht ansteckend ist!!!
    Es ist einfach traurig mitansehen zu müssen, wie ein grossteil der Menschen blockiert sind, dabei haben wir doch jetzt die Aufgabe das persönliche Urvertrauen hervor zu holen und aufzuwachen.
    Nun ich bin bereit für alles was uns erwartet.
    Dir vielen Dank dass du immer noch für uns da bist und auch wieder ganz in der Nähe, herzlichst deine Nelly

  4. katharina
    31. März 2020 um 8:46 am

    Liebe Nelly
    Danke für die liebevollen Worte.
    Jeder muss die momentane Veränderung für sich selbst verarbeiten. Für viele ist das gerade nicht einfach die eigenen Blockaden zu lösen. Einige brauchen dazu etwas mehr Zeit.
    In dieser Zeit mache ich so viele positive Erfahrungen, es melden sich Menschen mit denen ich seit Jahren keinen Kontakt gepflegt habe und andere, die sich etwas zurückziehen.
    Ich erfahre soviel Verbundenheit in der Distanz.
    Alles Liebe und bäumige Grüsse
    Katharina

  5. Marianne Rösch
    30. März 2020 um 3:58 pm

    Liebe Katharina, deine Zeilen sind immer sehr interessant zu lesen. Positiv für mich ist, dass ich nicht mehr zu den vielen Veranstaltungen die Franzosen immer organisieren, gehen muss. Du weisst mein Partner ist ein Bressaner und die jagen von Einladungen zu Einladungen und zu Veranstaltungen, „man muss ja kollegial und sozial bleiben“. Er muss natürlich jetzt auch zuhause bleiben, aber das tut auch ihm gut. Es werden Schubladen geräumt, in den Garten können wir auch und ich beschäftige mich mit Nähen. Wir spielen zusammen Rummykub. – Auf den Strassen ist es total ruhig. Allgemein herrscht Ruhe, es hetzt niemand. Ich MUSS NICHTS, das geniesse ich.

  6. katharina
    31. März 2020 um 8:37 am

    Liebe Marianne
    Danke für Deine Kommentar auf meinem Blog. Ja es ist doch gut nicht mehr allem nachjagen zu müssen und die eigenen Dinge zu tun. Du bist ja so kreativ sodass Du keine Langeweile hast.
    Herzlichst
    Katharina

  7. martha Gambirasio
    1. April 2020 um 6:09 pm

    Ja liebe Katharina, ja Du schaffst es immer wieder uns positive zu inspirieren
    Danke .
    Ja die Carona Zeit ist für alle nicht einfach hat aber auch viel Gutes .Ich staune jeden Tag wie innovative die Leute sind. Du hast recht, da entdeckt noch mancher sein Talent und Stärke.
    Ich geniesse jetzt gerade die Zeit, einfach Nicht’s zu müssen , ich geniesse die Natur, die Blühtenpracht und ab und bastle ich für meine 2 kleinen Nachbars maiteli eine Osterdeco und verstecke sie draussen . Sie können sie dann suchen und sie bei sich zu Hause nach basteln können , wenn sie Lust haben .
    Hoffen wir ,dass wir alle gesund und gestärkt diese Carona Zeit überstehen ,
    Alles Liebe
    Martha

  8. Barbara
    7. April 2020 um 10:22 pm

    Liebe Katharina
    so nahrhaft, so inspirierend sind eine
    Gedanken zu dieser ZEIT. Ich danke dir
    vielmals dafür.
    Die uns `geschenkte`Zeit durch die Umstände, kann ich für mein Heim und für mein Seelenwohl nutzen. So vieles ist ruhiger geworden, da erlaube ich mir jetzt auch, einfach NICHTS zu tun. Viele Ideen
    entstehen und das Bedürfnis nach Kreativität. Dir wünsche ich viele warme erwachende Frühlingstage mit blühenden Bäumen. Übrigends habe ich den Huflattich als Tinktur angesetzt.
    Liebe Grüsse und auf bald
    Barbara

  9. katharina
    8. April 2020 um 8:26 am

    Liebe Barbara
    Ganz herzlichen Dank für Deinen lieben Kommentar. Ist doch wunderbar, dass etwas Ruhe in die sonst so hektische Zeit gekommen ist. Es entsteht soviel Kreatives. Und die Natur freut sich sicher darüber.

    Alles Liebe und bäumige Grüsse
    Katharina