Die Tanne – Die Klärende

Nicht nur zur Weihnachtszeit spielt der Tannenbaum in den europäischen Ländern eine grosse Rolle. Nur wenige Menschen machen sich Gedanken über die Bedeutung dieses Baumes als Christbaum. Wahrscheinlich hatte er seinen Ursprung schon in der heidnischen Tradition. Zur Wintersonnenwende holte man sich grüne Tannenzweige als Zeichen des Lebens und des Lichtes ins Haus, sie sollten Wintergeister vertreiben und versprachen Schutz. Sie wurden gerne mit Äpfeln als Zeichen der Wiedergeburt, der Hoffnung und Erkenntnis geschmückt.

Tannen galten auch als Sinnbild für Schönheit, Grösse und Kraft, man glaubte, dass in ihnen beseelte Lebewesen hausen. Dank der würdevollen Ausstrahlung nannte man die Tanne „Königin des Waldes“.

Die Tanne (oder auch Weisstanne) ist der bekannteste immergrüne Nadelbaum und gehört zu den europäischen Kiefergewächsen mit bescheidenen Ansprüchen. Bezeichnend sind die silbern gestreiften Nadelunterseiten – sie wird daher auch Edeltanne oder Silbertanne genannt.

Tannen sind Sinnbild für Lebensfeuer, Harmonie und Gedankenreiniger. Die aufrecht stehenden Tannenzapfen sind ein Zeichen für die Fruchtbarkeit und die Lebenskraft.

Mit den tiefen Pfahlwurzeln können Tannen massiven Stürmen standhalten. Ihr gradliniger Stamm und ihr pyramidenförmiges Aussehen demonstrieren Klarheit und Beständigkeit. In allen Kulturen wurde die Tanne besonders verehrt, galt als Baum des neuen und ewigen Lebens.

In heutiger Tradition soll beim Aufrichtfest für ein Haus eine mit farbigen Bändern geschmückte Tanne die Bewohner vor Unglück schützen. Tannen sind also lebendige Symbole für den Kreislauf des Lebens, sind Kraft- und Lebensbäume, die uns sprühende Lebendigkeit vermitteln.

Meine Erfahrungen mit den Baumessenzen: Für meine Baumessenzen verwende ich junge Triebspitzen und etwas Harz. Diese Essenz empfehle ich gerne, wenn Menschen Mehr Klarheit und Selbstbewusstsein brauchen. Sie führt zu uns zu liebevollen, herzbasierten Entscheidungen.

Die Tannen-Baumessenz

Tanne in der Ernährung: In der Ernährung spielt die Tanne leider eine unwesentliche Rolle. Bekannt ist aber der Tannenhonig. Der Tannenhonig ist kein Blütenhonig, sondern besteht aus Ausscheidungen, die an den Spitzen der Nadeln wie Tautropfen austreten, diese werden von Blattläusen aufgenommen und wieder ausgeschieden. Diese Ausscheidungen – man nennt sie auch „Honigtau“ werden von Bienen wie Nektar gesammelt. Reiner Tannenhonig ist recht dunkel und bleibt flüssig.

Tannensprossenhonig wird von Naturkundigen im zeitigen Frühjahr aus den ganz jungen Triebspitzen und Zucker hergestellt. Man kann ihn wunderbar als Brotaufstrich, zum Süssen von Desserts, und Tee verwendet werden.  Ein Gelee aus jungen Tannennadeln ist auch eine exklusive gesunde Delikatesse.

Junge, getrocknete Tannenspitzen gehören in mein Kräutersalz.

Zum Räuchern von Fleisch werden gerne Tannenzweige verwendet. Es verleiht dem Fleisch sein wunderbares Raucharoma. Die antibakterielle Eigenschaft der Tannennadeln macht es zudem haltbarer.

In der Naturmedizin: Bestens bekannt ist das ätherische Öl der Weißtanne. Ihm wird eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Wirkungen zugeschrieben. Es wird gerne in Duftlampen, zur Reinigung der Raumluft, bei Sauna-Aufgüssen oder als wohlriechender entspannender Badezusatz verwendet.

Mit Tannensprossen lässt sich ein starker, schmackhafter Tee oder Sirup zubereiten, wirkt wunderbar bei Erkältungen, Husten, Bronchitis und Verschleimung.

Das würzige, gelbe Tannenharz, mit seinem unverkennbaren Duft, verdient besondere Aufmerksamkeit, es wird  als «Gold des Winters» bezeichnet. Im Harz ist die gespeicherte Sonnenkraft, die dem Baum eine warme, feurige Wärmeenergie verleiht.

Früher wurden bei den Tannen Fruchtbarkeitsrituale abgehalten und nach der Geburt dienten Tannenzweige als Räucherwerk um den Neugeborenen einen guten Start ins Leben zu geben.

In Kosmetik und Körperpflege: Bekannt sind seit jeher die Harzsalben. Um an das Harz zu kommen, erntet man auslaufendes Harz, das aus dem Holz tritt, wenn ein Baum gefällt wird. Auch die jungen grünen Zapfen sind reich an Harz. Um Harz aufzulösen und zu verarbeiten wird es mit Öl erwärmt und so zur weiteren Verarbeitung flüssig gemacht.

Schon Hildegard von Bingen hat eine Tannensalbe aus Harz, Nadeln und Tannenrinde gegen Kopfschmerzen beschrieben.

Meine Mutter hat Harzsalbe besonders als Zugsalbe, die hilft Splitter aus der Haut zu ziehen, verwendet. Ich liebe Tannenharz in der Salbenherstellung, diese Salbe regt die Durchblutung an und hilft vor allem bei Rheuma, Muskelschmerzen, Verspannungen und vielen weiteren Beschwerden des Bewegungsapparats. Auch bei Atembeschwerden, spröder Haut, oder geröteten, entzündlichen Hautstellen habe ich gute Erfahrungen damit gemacht. Ein  Massageöl mit aetherischem Tannenöl ist wunderbar für schmerzende Gelenke und verspannte Muskeln, zum Aufwärmen der Sehnen und Bänder etc.

Mehr zeige ich gerne in persönlichen Workshops.

Meine Kosmetik- und Salbenrezepte verrate ich in meinem Buch: „Naturkosmetik selber herstellen“ ISBN 9783906021379, erhältlich bei mir.

Im Buch die «Kraft der Baumessenzen» ISBN 9783906945187 sind 36 verschiedene Baumessenzen beschreiben, die als Unterstützung bei seelischen und körperlichen Ungleichgewichten helfen können.

Mit dem 36-teiligen Baumkartenset lässt sich ganz einfach die richtige Baumessenz auswählen.

Mit bäumigen Grüssen und beste Gesundheit

Katharina

geschrieben am 23. Dezember 2020

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