Die Schwarzerle – die Standhafte

Die Schwarzerle ist ein stattlicher auffallender Baum, bis 40 Meter hoch, und gehört zur Familie der Birkengewächse. An ihren Wurzelnknöllchen leben Bakterien die imstande sind, den freien Stickstoff in der Luft zu binden. Sie ist besonders an Uferböschungen und feuchten Untergründen zu finden und kann mit ihren sehr tiefgründigen Wurzeln die Ufer befestigen. Das Holz ist sehr stark und wurde schon von den Pfahlbauern benützt. Weil das Holz im Wasser nicht verfault, wurden grosse Teile von Venedig auf Erlenpfosten gebaut.

Das verletzte Holz oder Sägemehl läuft rostrot an. Die Sägespäne werden wegen ihres feinen Aromas gerne zum Räuchern von Fischen und Fleisch verwendet.Schwarzerle

In der Naturheilkunde hat heute die Schwarzerle leider wenig Bedeutung dabei wären ihre Kräfte gerade heute wichtiger denn je. Wenn dieser Baum schon in der Natur mit viel Feuchtigkeit gut zurecht kommt, ist es ein Hinweis dafür, dass diese Wirkung auch körperlich für Menschen, die an Feuchtigkeitsstagnationen leiden hilfreich sein kann. Ich denke da an Rheuma, Oedeme, Pilzerkrankungen, Verschleimung und schlecht heilende Wunden. Die gerbstoffhaltige Rinde und Blätter wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd, wundheilend und ausleitend. Dabei können sie äusserlich als Wickel oder Bad verwendet werden. Innerlich wirkt der bitter, herbe Tee aus den Blättern ausleitend und leicht abführend. Bei Mandel und Halsentzündungen kann ein Absud zum Gurgeln hilfreich sein.

In der Homöopathie geht man davon aus, dass der Baum nahe beim Menschen ist. In den Wurzeln liegen die Ursprünge, auch des Menschen. Die Energie der Bäume kann entwurzelten Menschen neuen Halt geben. Dabei spielt gerade die Erle eine wesentliche Rolle. Bäume stehen aufrecht und streben zum Licht, also dem Leben entgegen.

In der Naturkosmetik habe ich bis heute die Schwarzerle noch nicht verwendet.

Bei den Druiden galt er als heiliger Baum und wurde bei Schutzritualen verwendet, dabei verwendete man Flöten aus Erlenholz.

In den alten Zeiten wurde die Schwarzerle häufig mit dem Teufel und Hexerei in Verbindung gebracht. Weil sich ein verletzter Baum rötlich verfärbt, glaubte man, dass der Baum sein Blut opferte, um das Land zu verteidigen. So wurde die Erle auch unter dem Namen “die blutende Mutter” bekannt.

Im Mittelalter glaubte man, durch Aufhängen von Erlenzweigen Haus und Hof vor den Machenschaften von Hexen zu schützen.

Die Erle wird zu Recht dem Element Wasser zugeordnet. Damit symbolisiert es sowohl Geburt, Fruchtbarkeit wie auch der Aspekt der Dunkelheit und Zerstörung.

Die Erle lehrt uns, dass wir immer mit allem verbunden sind. Sie will uns auf den eigenen Weg begleiten ohne uns in Details zu verlieren. Sie Zeigt uns immer wieder die lichtvolle Seite des Lebens. Sie ist eine geduldige Zuhörerin, wenn Kummer unsere Gefühle verwässert und kann Tröster sein in tränengefüllten Zeiten. Wir müssen nur lernen ihre Zeichen zu lesen und dem Gesang, der im Wind wehenden Blättern, zu lauschen. Sie will uns helfen wenn wir uns einsam fühlen oder verlassen wurden. Sie schärft unseren Verstand und verbindet uns mit dem Herzen, so dass wir die eigenen Wurzeln jederzeit spüren können. Sie lässt uns erfahren, dass Zweifel meist fehl am Platz sind, denn die Erle lässt in uns die Standhaftigkeit durch ihre tiefen Wurzeln erahnen.

Ich habe mir deswegen eine Baumessenz aus diesem faszinierenden Baum hergestellt, um jederzeit ein wirkungsvolles Mittel zur Hand zu haben, wenn ich mich wieder einmal in meinen Gedanken verstricke, oder das Gefühl habe alles alleine schaffen zu müssen.

Die Texte auf meinen Baumkarten geben wir dann wieder die nötige Motivation, den eigenen Weg zu gehen und mich nicht mit Einzelheiten zu Quälen.

Bäume zeigen uns, dass wir zusammen gehören.

Falls du mehr über diese Naturlehrer wissen willst melde dich bei mir oder versuche selber die Zeichen der natur zu lesen.

Mit bäumigen Grüssen

Katharina

geschrieben am 27. März 2018

1 Kommentar zu “Die Schwarzerle – die Standhafte”

  1. Martha Gambirasio
    30. März 2018 um 12:13 am

    Immer wieder sehr interessant,
    Deine Berichte . Danke