Die Linde – Die kommunikative Gesellschafterin

Lindenbäume gehören in Mitteleuropa vermutlich zu den bekanntesten Bäumen und sehr geschätzten Bäumen. In unseren Regionen sind vor allem die Sommerlinde und die Winterlinde anzutreffen, es gibt aber bis zu 40 verschiedene Arten. Je nach Art erreichen sie eine maximale Wuchshöhe bis zu 40 Metern. Diese stattlichen Bäume können ein Alter bis zu 1000 Jahren erreichen. Mit ihren herzförmigen Blättern gehören sie zu den bekanntesten Parkbäumen. Sie wurden früher oft auf unseren Dorfplätzen gepflanzt.Allein ihre Grösse, sowie der intensive Duft zur Blütenzeit ist dieser Baum sowohl ein sichtbares wie duftendes Erlebnis, wenn wir uns Zeit nehmen, uns darauf einzulassen.

Viele alte Linden haben Kriege, Seuchen und Naturgewalten überstanden und sind somit Zeugen von Beständigkeit.

Das helle Lindenholz wird vor allem in der Bildhauerei und zum Schnitzengeschätzt. In der Spätgotik wurden viel Heiligenstatuen aus Lindenholz gefertigt. Das Lindenholz ist für Kunstobjekte und für Musikinstrumente heute noch sehr gefragt. Sogar in der Kelterei finden wir Fässer aus Lindenholz, sie sollen dem Wein eine liebliche Note geben.

Für die Bienen ist die Zeit der blühenden Linden ein echtes Schlaraffenland. Der hellgelbe bis leicht grünliche Lindenblütenhonig besticht durch das typische Lindenaroma und ist ein ganz besonderes Naturheilmittel.

Gesellschaftlich hat der Lindenbaum seit jeher eine wichtige Rolle gespielt, so finden wir heute noch viele Dorfplätze und Parks mit einer Linde als Mittelpunkt. Unter ihnen hat man getagt, gesellschaftliche Themen besprochen und Entscheidungen getroffen, ja sogar Gerichte abgehalten. Viele Dorfbeizen tragen heute noch den Namen „Linde“, oft war auch der Stammtisch aus Lindenholz.

Sie wurde auch zu besonderen Anlässen gepflanzt so zum Beispiel zur Geburt eines Stammhalters.

Unzählige alte Lieder und Gedichte sind Zeugen dafür, dass die Linde zu den mächtigsten Bäumen zählt – so zum Beispiel das bekannte Lied «Wo wir uns finden, wohl unter Linden zur Abendzeit».

Die Linde ist Sinnbild der Liebe und der Fruchtbarkeit, zudem ist sie ein Symbol für Gastfreundschaft, Schutz, Bescheidenheit und Wahrheitsfindung.

Kaum ein anderer Baum wird in der Naturheilkunde so oft erwähnt. Nicht umsonst hat sich in unserem Sprachschatz der Begriff «Linderung» verankert.

Zu meinem siebzigsten Geburtstag wurde mir von meinen Geschwistern eine wunderschöne Hexen-Skulptur aus Lindenholz geschenkt. Sie wird mich bis an mein Lebensende treu begleiten und mich mit der Familie verbinden.

Meine Erfahrungen mit den Baumessenzen: Für meine Baumessenzen verwende ich die Blatt- und Blütenknospen.

Ich empfehle die Linden-Baumessenz hauptsächlich Menschen die Mühe haben sich in der Gesellschaft zu öffnen, an alten Verletzungen leiden und sich zu viele Sorgen machen.

Die Linden-Baumessenz

Linden in der Ernährung: Die jungen Blätter sind recht zart und haben ein feines Aroma. Sie können vorzüglich in einen Salat gemischt, einem Smoothie zugegeben oder direkt feingeschnitten auf ein Butterbrot gestrichen werden. Mit den süsslichen Lindenblüten kann ein herrlich duftender Sirup oder Gelee zubereitet werden.

In der Naturmedizin: Schon der Name dieses Baumes bedeutet «Linderung» also Erleichterung, Heilung und Wohlergehen. In der Naturheilkunde sind die Lindenblüten nicht weg zu denken. Neben dem allseits bekannten Lindenblütentee ist auch Lindenblüten-Honig besonders wirksam bei Fieber, Erkältung, Grippe, Husten, Bronchitis, Atemwegsentzündung chronische Mandelentzündung, Halsentzündung, Infektionskrankheit, Masern und Windpocken. Die schweisstreibende Wirkung öffnet die Poren, so dass Giftstoffe auch über die Haut ausgeschieden werden, zudem wirkt der Tee fiebersenkend, harntreibend, krampflösend, antiviral, hustenreizlindernd.

Auch ätherische Öle, Baumessenzen und homöopathische Mittel sind erhältlich.

Nach TCM: baut Lindentee und Lindenhonig Yin auf, tonisiert Qi, leitet Wind-Hitze aus, löst Schleim, nährt und beruhigt den Geist. Die Thermik wird als warm bezeichnet. Wirlt unterstützen auf die Funktionskreise Lunge, Herz, Kreislauf, Milz, Niere.

Natürlich kann auch eine Lindenblütentinktur hergestellt werden. Dazu benötigen ich frische Lindenblüten in einem Einmachglas geschichtet und mit ca. 40% Alkohol übergiessen, dann ca. 3 – 5 Wochen lang ziehen lassen und wenn möglich täglich schütteln.

Bekannt sind auch Kissen-Füllungen mit Lindenblüten, für einen entspannten und ruhigen Schlaf.

In der Kosmetik und Körperpflege: Ein Lindenblütenbad beruhigt und entspannt, ist Ideal am Abend um den Tagestress loszuwerden. Lindenblütendestillat eignet sich hervorragend Für eine Gesichtslotion oder als Zugabe in eine Pflegecreme.

Wir können auch ganz einfach ein entspannendes Lindenblütenöl herstellen, indem man frische Lindenblüten in Mandelöl oder Traubenkernöl ansetzt und ca. 5 Wochen an der Sonne ziehen lässt. Das ergibt ein wunderbar duftendes und entspannendes Massageöl oder dient als Salbengrundlage für eine Gesichtscreme.

In der Spiritualität: In vielen Kulturen hat der Lindenbaum eine grosse religiöse und mythologische Symbolkraft. Bei den Germanen und Kelten wurde er der Göttin Freya, der Göttin der Liebe, geweiht und bei den Griechen der Aphrodite, der Göttin der der Sinnlichkeit und der Schönheit.

Der Lindenbaum strahlt Weiblichkeit, Gelassenheit Licht, Frieden und Fülle aus.

Er schenkt uns Geborgenheit und Trost und unterstützt die Kommunikationsfähigkeit. Er lehrt uns das Schöne zu sehen und zu lieben. Er unterstützt die Fantasien, Grosszügigkeit und Warmherzigkeit und fördert die Kreativität.

Es ist nicht verwunderlich, dass unter vielen «Dorf- und Tanzlinden» Feste gefeiert wurden.

Als Dank für Frieden oder zum Ende von Seuchen hat man sogenannte «Friedenslinden» gepflanzt. Es wurde früher der Linde nachgesagt, dass sie die Wahrheit ans Licht bringen könne, deshalb wurden lange Zeit Gerichtsverhandlungen unter Linden abgehalten und die ausgesprochenen Urteile galten als unanfechtbar.

Es hat mich gewundert und sehr gefreut, dass die Bundesrätin Somaruga mit den zwei Räten in der ersten Coronawelle auf der Berner Almend drei «Linden der Hoffnung» gepflanzt hat.

Bekannt sind die Linden auf den Hügeln vom Hirzel, Kt. Zürich sie sind einerseits Zeugen an politische Ereignisse in der französischen Revolution aber auch an die Tradition, dass Bauern bei der Geburt eines Stammhalters auf dem hofeigenen Hügel eine Linde pflanzten. Mich faszinieren diese strahlenden «Hirzellinden» jedesmal, wenn ich dort vorbeifahre.

Ich stelle mich immer wieder gerne unter einen grossen Lindenbaum und lasse mich von der Grösse und Wirkung überraschen. Ich empfinde, dass sie mich mit Leichtigkeit erfüllen und mein Herz öffnen. «Eben, alles lindern, was mich belastet».

In Buch die «Kraft der Baumessenzen» sind 36 verschiedene Baumessenzen beschrieben, die als Unterstützung bei seelischen und körperlichen Ungleichgewichten helfen können. Mein Buch ist direkt bei mir oder im Buchhandel erhältlich

Ich würde mich freuen, von dir zu erfahren, was du schon mit der Linde oder anderen Bäumen für Erfahrungen gemacht hast.

Für Fragen bin ich gerne bereit, freue mich über jeden Kommentar Mit bäumigen Grüssen

Katharina

geschrieben am 17. März 2021

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