Die Eiche – die Standhafte

Die Eiche gilt nicht grundlos als Königin in der Baumwelt. Durch ihre Stärke und Dauerhaftigkeit kann sie viele hundert Jahre alt werden. Man unterscheidet bis zu 600 Arten. Sie wird bis 25 Meter hoch. Durch seine tiefen Pfahlwurzeln hält er praktisch jedem Sturm stand. Die Wurzel soll sich gleich tief in die Erde graben wie der Baum herausragt. Er ist recht anspruchslos, abgesehen davon, dass sie es gerne sonnig hat, stellt sie wenig Anspruch, sondern ist anpassungsfähig und robust. Eichen  wachsen nur sehr langsam und blühen erst nach etwa 60 Jahren zum ersten Mal.

Die Eiche ist sozusagen Zeuge zu unseren Vorfahren. In den alten Kulturen wurde sie als Götterbaum bezeichnet Bei den Kelten wurden sie mit dem Donnergott und Himmelsherrscher Tanaris in Verbindung gebracht. Vielleicht stammt aus dieser Zeit der Glaube, dass Eichen Blitz und Donner anziehen sollen. Auch im antiken Griechenland spielte die dort heimische Traubeneiche eine wichtige Rolle, sie war dem Zeus gewidmet. Auch den Römern war die Eiche heilig, sie widmeten den Baum dem Gott Jupiter. Den Galliern galten Eichenwälder als heilige Orte, dort wurden Opferrituale gefeiert. Besonders die Misteln, die auf den Eichen wachsen, wurden von den Druiden mit grossem rituellen Aufwand, geerntet und galten als sehr kostbar.  Die Germanen nannten den Eich-Baum „Fürst der Wälder“.

Das keltische Baum-Horoskop beschreibt, dass die im Zeichen der Eiche Geborenen ähnliche Eigenschaften aufweisen wie der Baum. Sie strotzen vor Lebenskraft, können gut mit Konflikten umgehen, sind bodenständig, mutig, und ausdauernd.

In der Naturheilkunde wird vor allem die junge Rinde bei entzündlichen Prozessen der Haut, als Umschläge oder Bäder angewendet. Auch bei akuten undefinierbaren Durchfallerkrankungen kann sie als Tee verwendet werden.

Bei den Bachblüten (Oak Nr. 22)wird die Eiche mit Festigkeit, Beständigkeit, Hartnäckigkeit und Ausdauer in Verbindung gebracht. Sie unterstützt Menschen, die nicht nach- oder aufgeben können. Man nennt sie die Blüte für den erschöpften Kämpfer, der niemals aufgibt. Sie stärkt vor allen die innere Kraft, die zu mehr Gelassenheit führt.

Nach meiner persönlichen Erfahrung ist die Eiche das beste Beispiel von tiefster Verwurzelung und männlicher Kraft. Sie fordert uns auf, an unsere Stabilität zu glauben und in stürmischen Zeiten die Standhaftigkeit zu behalten. Durch die Pfahlwurzel kann  dieser mächtige Baum aus tiefster Quelle unerschöpfliche Energie anzapfen undauf uns übertragen. Wenn wir zaudern, kraft- und mutlos sind oder Entscheidungen hinausschieben, dürfen wir die Eichen-Energie in uns aufgenommen, so dass unser Urvertrauen angezapft werden kann. Es ist der Baum der mich buchstäblich erdet.

Weil nicht jeder eine Eiche vor seiner Türe hat, habe ich mich sehr oft zu diesen Bäumen gesetzt, ihre Botschaft aufgenommen und diese auf der Baumkarte festgehalten. So habe ich sie stets zur Hand, wenn mir Antrieb, Kraft und Motivation fehlt.

In meiner nächsten Umgebung wachsen mehrere riesige alte Eichen, die umgeben sind von  weiblichen Birken. Diese beiden Bäume wecken in mir das Symbol des Ausgleichs von Yin und Yang, der weiblichen und männlichen Kraft.  Allein der Gedanke daran als Frau, genügend Männlichkeit und Weiblichkeit anzapfen zu können, stärkt mein Vertrauen, um auch schwierige Situationen mit Entschlusskraft (Yang) und Leichtigkeit (Yin) meistern.

Aus den jungen Trieben habe ich die Baumessenz hergestellt, die ich immer zur Hand habe, wenn ich spüre, dass ich nur noch am Rotieren bin.

Wenn du tägliche Inspiration und mentale Unterstützung in deinem Lebensalltag brauchst, mit meinem Baumkartenset findest du sie. Bei mir direkt erhältlich.

Mit bäumigen Grüssen

Katharina

Katharina@belika.ch

 

 

geschrieben am 15. Januar 2018

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