Der Schwarzdorn – Der mystische Frühlingsbote

Der buschige, kleine, dornenreiche Schwarzdorn, auch Schlehdorn oder Kreuzdorn genannt, kündet jeweils mit seinen schneeweissen Blüten den Frühling an. Er gehört zur Pflanzengattung der Rosengewächse, wird als wilder Strauch bis 6 Meter hoch. Er kann 40 Jahre alt werden, in dieser kurzen Lebenszeit vermehrt er sich mehrfach und bildet ein undurchdringliches, dorniges Gebüsch. Als wilde Zwetschgenart ist er sehr bescheiden, wächst an sonnigen, sogar steinigen Standorten, in Hecken, an Waldrändern oder Böschungen. Er gehört zu den langsamen Gewächsen; die Blüte erfolgt meist schon im März, aber die Früchte sind erst im Spätherbst reif – somit scheint er nicht in unsere schnelllebige Zeit zu passen.

Dass der Schwarzdorn ist eine uralte Pflanze ist, beweist dass man bei Ausgrabungen früherer Siedlungen getrocknete Schlehenfrüchte fand.

Nicht nur für uns Menschen ist die Schlehe wertvoll, auch für viele Tiere wie Igel, Schmetterlinge, Käfer und eine Menge Vögel ist das dichte, dornige Gestrüpp ein wichtiger Schutz- und Rückzugsort.

Der Schwarzdorn symbolisiert die Kraft von Licht und Schatten, erinnert an die schwarze Wintergöttin, die sich in der Blütezeit in die jungfräuliche Göttin verwandelt.

Als sagenumwobener Strauch glaubte man an seine magische Kraft.  Die Dornen sollen vor Geistern schützen.

Meine Erfahrungen mit den Baumessenzen: Für meine Schwarzdorn-Baumessenz verwende ich die Knospen.

In der praktischen Anwendung konnte ich erfahren, dass sie besonders hilfreich ist, wenn Menschen sich nicht abgrenzen oder sich schlecht wehren können und an den eigenen Fähigkeiten zweifeln. Sie hilft mutig und selbstbewusster den eigenen Weg zu gehen, auch dann, wenn die Ausgangslage nicht optimal erscheint.

Die Schwarzdorn-Baumessenz

Schwarzdorn in der Ernährung: Die reifen, schwarzen Schlehenfrüchte sind erst nach ein paar Frostnächten verzehrbar, vorher sind sie so adstringierend-sauer, dass sich beim Essen alles im Mund zusammenziehen. Indem man die Früchte einige Tage in den Tiefkühler legt kann man sie auch geniessbar machen, so dass der herbe Geschmack schwindet.

Als Saft, Sirup, Gelee oder Konfitüre lassen sich köstliche Dinge zubereiten. In einigen Regionen wird auch Likör und Schnaps hergestellt.

Unreife Schlehenfrüchte können ab September wie Oliven eingelegt werden.

In der Naturmedizin

Die Wenigsten wissen von den vielseitigen Heilkräften, dabei wären Schlehen ein wunderbares Mittel um das Immunsystem zu stärken und viele Wehwehchen zu vertreiben. In der Antike war der Schwarzdorn aber eine wichtige Heilpflanze. In der anthroposophischen Medizin ist die Schlehe immer noch in verschiedenen Arzneimitteln. Auch homöopathische Mittel sind erhältlich.

Aus den Blüten und Blättern kann ein heilkräftiger wohlschmeckender Tee zubereitet werden. Der Tee aus den Blüten und Blättern wirkt harntreibend, blutreinigend, magenstärkend, fiebersenkend, zusammenziehend und mild abführend. Er kann bei starken Menstruationsblutungen, Rheuma, Gelbsucht, gestörter Nierenfunktion sowie Nierensteinen und Prostata helfen; dafür wird Schlehensaft getrunken. Der Tee kann auch als Frühjahrskur und zur Stärkung nach Krankheit täglich getrunken werden. Pfarrer Kneipp verwendete ihn vor allem als unschädliches Abführmittel, welches auch für Kinder geeignet ist.

Eine Tinktur aus den Beeren kann auch bei Bettnässen helfen.

In der Kosmetik:

Aus den Schlehenblüten kann ein Ölauszug hergestellt werden. Er wirkt befeuchtend, regt den Hautstoffwechsel an und strafft das Gewebe, ausserdem gilt dieses Öl als vorbeugendes Mittel gegen Schwangerschaftsstreifen.

In spiritueller Sicht: Der Schwarzdorn war bei den Kelten ein Verbinder von Licht und Schatten. Die schneeweissen Blüten brachten das Licht in die dunkle Jahreszeit, das dornenreiche, schwarze Holz erinnerte an die Dunkelheit. Der Schwarzdorn galt als dunkler Gegenspieler zum Weißdorn mit ebenfalls magischen, schützenden Kräften. Man war überzeugt, er schützt auch vor Hexen und bösen Geistern, deswegen wurden er gerne als Heckenpflanze gepflegt. Ein dichtes Gestrüpp aus Ästen, mit den spitzigen, langen Dornen, wirkt wie ein Zaun oder Stacheldraht. Die frühen Blüten im Frühling zeigen seine sensible Seite und der lichtvolle Neubeginn.

In einer Legende wird beschrieben, der Kreuzdorn, die Schlehe, sei benützt worden für die Herstellung der Dornenkrone Christi.

So wie bei dem Schwarzdorn verbergen sich in jeder Pflanze viele Geheimnisse und Botschaften.

In Buch die «Kraft der Baumessenzen» sind 36 verschiedene Baumessenzen beschreiben, die als Unterstützung bei seelischen und körperlichen Ungleichgewichten helfen können. Mit meinem 36 teiligen Baumkartenset lässt ganz einfach die richtige Baumessenz wählen.

Mit bäumigen Grüssen

Katharina

geschrieben am 10. August 2020

2 Kommentare zu “Der Schwarzdorn – Der mystische Frühlingsbote”

  1. Martha Gambirasio
    11. August 2020 um 10:39 am

    liebe Katharina,

    der Schwarzdorn, ist ja ein Wunderbaum, was der alles kann. Du hast ihn so schön beschrieben . Ich liebe ihn , für mich ist er ein Frühlingsbote und er ist einfach schön.

    Ganz herzliche Grüsse aus den trockenen Ch, Vo

  2. Katharina
    11. August 2020 um 1:29 pm

    Danke vielmal liebe Martha