Der Quittenbaum – Der stille Heiler

Der vermutlich aus Asien stammende Quittenbaum wird auch als Star der Antike genannt und ist in europäischen Gärten schon seit dem Altertum verbreitet. In Griechenland finden sich schon 600 v. Chr. und bei den Römern ab 200 v. Chr. Belege für die Kultivierung.

Mit den römischen Legionären kam der Quittenbaum nach Mitteleuropa. Karl der Große empfahl seinen Landsleuten den Anbau des Quittenbaumes  wegen der  Heilwirkung der Quittenfrucht und sorgte so für die weitere Verbreitung in Europa.

Der bescheidene, anspruchslose, wärmeliebende Baum gehört zur Familie der Rosengewächse. Von dieser Baumart kann man rund 200 Sorten unterscheiden. Er ist eng verwandt mit dem Apfelbaum und zählt zu den ältesten bekannten Obstbäumen.

Die duftenden weissrosa Blüten ähneln den Apfel- und Wildrosenblüten, sind jedoch grösser.

Die Stämme sind oft unregelmäßig geformt und das harte und schwere Holz wird kaum verwendet.

Die jungen Blätter und Zweige sind leicht behaart, die wohlriechenden gelben Früchte haben eine schützende flaumige Oberfläche, die sie vom Apfel unterscheidet. Er wird zurecht als goldener Apfel bezeichnet. Quitten haben eine leicht buckelige Oberfläche, werden je nach Sorte apfel-oder birnenförmig und bis 700 Gramm schwer. Früher brachte man diese  aromatischen Früchte den Göttern als Opfergabe dar.

«Quitte» heisst auf portugiesisch „Marmelo“ und daher soll die Marmelade ihren Namen haben.

Meine Erfahrungen mit den Baumessenzen: für die Quitten-Baumessenz benütze ich  Blatt- und Blütenknospen.

Die Quitten-Baumessenz ist nach meiner Erfahrung eine grosse Hilfe, wenn und Emotionen uns blockieren mutig den persönlichen Weg zu gehen. Sie lässt uns erfahren, dass wir einzigartige Wesen sind und uns mit niemandem vergleichen müssen. Es sind nicht die Äusserlichkeiten, sondern die inneren Werte die uns auszeichnen. Sie lehrt uns Respekt und stärkt Selbstakzeptanz und Urvertrauen.

Die Quitten-Baumessenz

Mehr über Baumessenzen im Buch „Die Kraft der Baumessenzen“ ISBN 9783906945187

Quitte in der Ernährung: Im Gegensatz zu Äpfeln und Birnen kann man Quitten nicht roh essen, dennoch haben die strahlend gelben Quittenfrüchte für kulinarische Kenner einen besonderen Wert. Verarbeitet werden sie zu Marmelade, Gelee, Kompott, Likör, Wein, oder Schnaps. Einmal probiert, vergisst man das verführerische Aroma nicht mehr.

Ein bekanntestes Gebäck, das aus Quitten hergestellt wird, sind die Quittenplätzchen. Quittenmuss wird mit Zucker und viel Honig verkocht, dann wird die dicke duftende Masse auf ein Backblech gestrichen und im Backofen bei mässiger Wärme getrocknet, anschliessend wird es in Rauten geschnitten und in grobem Zimt-Zucker gewendet. In Spanien und Portugal sind diese Plätzchen eine beliebte Süssigkeit in der Weihnachtszeit.

Quitten sind nicht nur für süsse Desserts geeignet, in südlichen Ländern werden sie auch gemeinsam mit Lamm oder Rindfleisch geschmort.

In der Naturmedizin: Es gibt seit der Antike zahlreiche Quellen, in denen die besondere Heilkraft der Quitte hervorgehoben wird. Hippokrates empfahl Quitte bei Fieber und Durchfall oder die rohen Fruchte zur Blutstillung von Wunden. Hildegard von Bingen verordnete sie bei Gicht, Rheuma und zum Abführen.

Die Quitte ist ausserdem eine reichhaltige Quelle für die Vitamine A, C, E und B6, sowie für die Mineralstoffe Kalzium und Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Fluor, Folsäure, Gerbstoffe, Pektin.

Sie ist ein leider heute viel zuwenig verwendetes Heil- und Stärkungsmittel zur Linderung  bei Husten, Heiserkeit, Stimmverlust, Magen- Darmbeschwerden und Blasenentzündung. Quittenmuss wirkt befeuchtend bei Verstopfung.

Die reifen und getrockneten Schalen, Samen und die Blätter können  für Tee verwendet werden.

In der Kosmetik: Um ein pflegendes Öl zu gewinnen, entfernt man di flaumige Schicht, schält dann die Quitte vorsichtig und legt die Schalen für 2- 4 Wochen in gutem Traubenkernöl oder Olivenöl ein. In dieser Zeit geht das Wachs der Schalen in Lösung und damit auch das enthaltene ätherische Öl. Das abgefilterte, hautpflegende Öl lässt weiterverwenden, z. B. zu einer Creme, die ideal bei trockener, gereizter Haut ist.

In spiritueller Sicht: In der griechischen Mythologie symbolisierte die Quitte Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit. Bei den Römern soll die Quitte eine Opfergabe der Nachtgöttin gewesen sein, um sie mit ihrem Duft zu betören. Der Gold-Apfel, wie sie auch heisst, wirkt leicht aphrodisierend und war bei den Römern ein beliebter Raum-Erfrischer. Auch die Bätter duften und verbreiten einen himmlischen Duft und können gut in einer Räuchermischung zur Reinigung und Schutz verwendet werden.

Der Quittenbaum gilt bei vielen Kulturen heute noch als ein Symbol für Schutz, Gesundheit, Erotik, Liebe und Fruchtbarkeit, Treue und Glück. Einige Bibelforscher meinten, die verbotene Frucht im Paradies sei ursprünglich eine Quitte gewesen.

Mit bäumigen Grüssen

Katharina

geschrieben am 6. August 2020

2 Kommentare zu “Der Quittenbaum – Der stille Heiler”

  1. marzano gerardo
    7. August 2020 um 8:06 am

    guten Morgen
    he Du so gut geschrieben wünsche einen quittigen Tag

  2. Katharina
    7. August 2020 um 8:24 am

    Danke ganz herzlich