ANNEHMEN ODER LOSLASSEN?

LÖWENZAHN

In letzter Zeit bin ich verschiedentlich mit Menschen in Kontakt gekommen, die mit dem Schicksal, dem Job , der Beziehung, den Projekten und gesundheitlichen Blockaden nicht zurecht kommen. Alle haben nur einen Wunsch der heisst: es sollte sich etwas verändern.

Viele möchten die anspruchsvollen Zeiten, das Negative, das Kranke und Unangenehme aus der Welt schaffen, ohne es als Realität anzunehmen. Ja, sie verschliessen buchstäblich die Augen und bemerken nicht, dass es Möglichkeiten zur Veränderung gibt, wenn die Situation erst einmal angenommen wird. Viele verbeissen sich regelrecht und kommen nicht vom Fleck. Da höre ich oft die Entschuldigung „ ich weiss, ich sollte loslassen können“

Auf diese, für mich leicht esoterisch anmutende Aussage, habe ich dann nur eine Frage, die heisst: „was willst du denn loslassen, wenn du das JETZT nie angenommen hast?“

Tatsache ist wir können nur loslassen was wir zuvor bewusst angenommen haben. Annehmen was tatsächlich ist. Nicht annehmen bedeutet Widerstand gegen das was Sache ist. Widerstand ist einer der grössten Energieräuber und bringt nichts in Bewegung.

Loslassen ist ein bewusster Prozess, der ein Annehmen als Voraussetzung hat.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass an das Annehmen oft eine echte Herausforderung darstellt und alles Andere als einfach ist. Manchmal möchte man ja auch gar nicht der Tatsache ins Auge schauen. Oder man hat sich frustriert mit der verbockten Situation abgefunden. So sind ganz schnell Ausreden auf dem Tisch wie: „Ich kann einfach nicht, ich habe nicht die Kraft, ich muss doch zuerst, ich will es gar nicht annehmen“. So reden wir uns wieder das Unmögliche ein um eine Veränderung zu erzielen.

Im Annehmen stehen schon mal viele Türen wieder einen Spalt offen und neue Perspektiven haben Platz. Die grössten Beispiele finden wir bei Menschen, die trotz Schwerstbehinderung alles TUN um nicht mit dem Schicksal zu hadern und im Elend zu versumpfen.

Ja, es sind Entscheidungen gefragt und schon haben wir die nächste Herausforderung. Eine Entscheidung führt meistens in eine unbekannte Richtung. Bekanntlich ist es dann die Angst vor dem Unbekannten, die Entscheidungen verhindert. Diese Art von Angst sind kopflastige Gespinste und schon beginnt die neue Befangenheit. Hier steht schon die nächste Hürde, vertraue ich darauf dass es immer Möglichkeiten gibt oder lasse ich mich vom Kopfkarussell tyrannisieren.

„Wer 2 Hasen nachrennt, verliert Beide“.

Fazit: Das Wichtigste ist die Situation, das was tatsächlich ist, annehmen, dann kurz überlegen welche Möglichkeiten ich trotzdem habe. Die Gedanken als reine Gedanken wahrzunehmen und nicht dem Gedankenkarussell zu verfallen. Die Gedanken kritisch hinterfragen, alle vorhandenen Möglichkeiten annehmen und analysieren. Entscheidungen mit Enthusiasmus anzugehen und nicht durch reine Kopflastigkeit viel Energie zu verlieren, die es für jede Veränderung so dringend braucht.

Ich weiss selber, dass es manchmal ohne externe Hilfe schwierig ist, den Blick für Neues zu weiten. Schon der Verbleib im eigenen Umfeld macht es nicht einfacher. So ist eine Auszeit, in einer neutralen Umgebung mit wenig äusserer Ablenkung, schon die bessere Möglichkeit.

Da bietet sich die naturbelassene Umgebung in meiner Heimat (Burgund) geradezu an. Hier biete ich Einzel- oder Kleingruppencoachings an.

Meine Passion ist es, mit suchenden Menschen neue Perspektiven zu erarbeiten.

Wenn Dir also das Annehmen und Loslassen schwerfällt oder Du in deinem Gedankenkäfig gefangen bist, wir finden bestimmt einen neuen Weg!

Katharina Hospenthal

katharina@belika.ch

geschrieben am 1. Juli 2016

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